Sieg im Schlussspurt befördert Füchse nach vorne

Pascal Zerressen erzielte in der 59. Minute den Siegtreffer für die Füchse in Neuwied.
Pascal Zerressen erzielte in der 59. Minute den Siegtreffer für die Füchse in Neuwied.
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Was wir bereits wissen
Der EHC Neuwied hadert mit dem Schiedsrichter, nachdem der EVD die Partie bei den Bären in der Schlussphase für sich entschieden hatte. Am Sonntag sind die Black Dragons Erfurt zu Gast.

Duisburg..  Dieser Treffer war wichtig. Ungeheuer wichtig sogar. Hätten die Füchse nach der Auftaktniederlage in Halle auch in Neuwied Punkte liegen lassen, die Saison in der Endrunde der Oberliga Mitte hätte für den EV Duisburg ungeheuer schwer werden können. Weil aber Förderlizenzspieler Pascal Zerressen weniger als zwei Minuten vor Ende das 5:4 erzielte, bogen die Duisburger doch noch auf die Siegerstraße ein, die sie nach einer 3:0-Führung beim 4:4 (54.) fast schon wieder verlassen hatten. Das 6:4 durch Kevin Orendorz sechs Sekunden vor Ende ins leere Neuwieder Tor buchte die drei Punkte endgültig aus das EVD-Konto.

Allerdings haderten die Neuwieder Bären mit zwei Schiedsrichterentscheidungen. So hatte der Unparteiische vor den Spieldauerstrafe gegen Rafael Joly und seinen Kontrahenten Sven Schlicht eine Strafe gegen Joly angezeigt – doch nur die beiden „Fünfer“ samt des Ausschlusses ließ er in den Spielbericht eintragen. Eine mögliche weitere Strafe gegen Joly gab es nicht mehr. Zudem schilderten die Bären die Spieldauerstrafe gegen Christian Köllner kurz vor Ende in einer Mitteilung so: „Gästestürmer Fabio Pfohl stürzte nach einem sauberen Zweikampf mit Christian Köllner noch vor der Torlinie bis in die Bande. Pfohl ließ Schläger und Handschuhe fallen, sprintete mit angewinkeltem Arm offensichtlich schwer verletzt auf direktem Wege in die Gästekabine.“ Davon habe sich der Schiri beeindrucken lassen und dass Pfohl kurz darauf wieder okay gewesen sei, sei mehr als nur eine Randnotiz. „Der Junge ist auf den Ellbogen und die Schulter gestürzt und hatte Schmerzen. Was der Schiedsrichter daraus macht, können wir nicht beeinflussen“, sagte EVD-Trainer Uli Egen.

Fakt ist, dass die Füchse es verpasst hatten, nach dem 3:0 den Sack zuzumachen. Chancen, den Vorsprung noch weiter auszubauen, waren da. Ein eigener Puckverlust begünstigte das 1:3 und damit das erste von vier Toren des Neuwieders Josh Myers. „Und da hatten wir plötzlich ein ganz anderes Spiel“, so Uli Egen. Das Spiel wurde hektischer und nach dem 2:3 verloren die Füchse ihre Linie.

Für die Moral der Mannschaft spricht allerdings das Comeback im Spiel. Trotz des späten Neuwieder Ausgleichs behielten die Duisburger die Nerven und holten sich den Sieg, der freilich knapp genug war, denn nach dem vierten Tor der Bären traf EHC-Stürmer Brian Gibbons den Pfosten. Das Spiel hätte also auch komplett kippen können.

Tat es aber nicht – und die Füchse sind nun ganz vorne mit dabei. Das soll auch am Sonntag (18.30 Uhr, Scania-Arena) beim Heimspiel gegen die Black Dragons Erfurt so weitergehen. „Erfurt hat eine technich gute Mannschaft“, sagt Egen über den nächsten Konkurrenten. Dennoch sollen und müssen die nächsten drei Punkte her. Wenn es in Köln keine Verletzten gibt, wird Pascal Zerressen weiterhin für den EVD auflaufen; die Füchse hoffen auch auf Krefelds Dominik Meisinger. Markus Schmidt ist nach abgessener Sperre wieder dabei; Raphael Joly dagegen muss aufgrund seiner Spieldauerstrafe gesperrt pausieren.