Sieg gegen den Europapokalsieger

Für den TV Augsburg gab es kein Durchkommen: Die Duisburg Ducks gewannen verdient mit 11:7.
Für den TV Augsburg gab es kein Durchkommen: Die Duisburg Ducks gewannen verdient mit 11:7.
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Was wir bereits wissen
Die Duisburg Ducks besiegen den TV Augsburg verdient mit 11:7. Die Schwaben gaben schon am Vorabend die Tabellenführung an Essen ab.

Duisburg..  Die Reise ins Ruhrgebiet hat sich für den Skaterhockey-Europapokalsieger und Bundesliga-Tabellenführer TV Augsburg nicht gelohnt. Erst unterlagen die Schwaben am Samstagabend den Rockets Essen, die die Blau-Weißen vom ersten Tabellenplatz verdrängten – dann holten sich die Augsburger gleich noch die nächste Niederlage ab. Die Duisburg Ducks gewannen völlig verdient mit 11:7 (3:3, 6:4, 2:0) und fuhren damit ausgerechnet gegen das Spitzenteam den zehnten Saisonsieg im 13. Spiel ein.

„Das waren drei Punkte gegen Augsburg“, trat Trainer Sven Fydrich auf die Euphoriebremse. „Darüber können wir uns freuen – und auch zurecht freuen. Aber auf dem Papier sind das auch nur drei Punkte. Ab morgen gilt unser Fokus schon wieder dem Auswärtsspiel in Lüdenscheid.“ Mit Lob musste er dennoch nicht sparen. „Das war als gesamtes Team eine richtig starke Leistung von uns“, so der Coach. Denn trotz des kräftezehrenden Spiels vom Vortag waren die Augsburger nicht gewillt, irgendetwas zu verschenken. Das Spiel begann mit ungeheuer hohem Tempo, das die Ducks allerdings auch mitgingen. Dennoch lagen die Ducks nur ein einziges Mal hinten – als Stefan Gläsel einen Schuss von Geburtstagskind Simon Arzt abfälschte (13.). Doch als André Petry 52 Sekunden nach Beginn des zweiten Abschnitts das zwischenzeitliche 4:3 erzielte, waren die Ducks auf Kurs. Nach dem 4:4 erzielten Sebastian Schneider die erneute Führung (26.), die die Hausherren fortan nicht mehr abgaben. Der Doppelschlag gegen die in der Defensive nicht vollzähligen Augsburger durch Timm Trede und Sebastian Schneider innerhalb von 19 Sekunden zum 8:6 und 9:6 brachte die Vorentscheidung zu Gunsten der Ducks.

Im dritten Abschnitt machten es die Ducks dann clever. Sie ließen keinen Gegentreffer mehr zu, hielten den Ball teilweise minutenlang in ihren Reihen – zum Beispiel auch bei einer angezeigten Strafe, sodass der Unparteiische seinen Arm erst einmal schütteln musste, als er ihn endlich herunternehmen durfte. Den Schlusspunkt setzte offiziell Fabian Lenz – mit Hilfe des Augsburgers Max Waldhier. Er wollte vor dem einschussbereiten Sebastian Schneider klären, rutschte aber samt Ball ins eigene Tor. Am Samstag (17 Uhr) geht es für die Ducks bei den Highlandern Lüdenscheid weiter.

Tore:1:0 (2:35) Lenz (Schneider), 1:1 (4:29) Fettinger (Arzt/4-3), 2:1 (8:35) Lenz (Petry), 2:2 (11:01) Waldhier, 2:3 (12:20) Gläsel (Arzt), 3:3 (18:29) Thum (Behlau), 4:3 (20:52) Petry (Thum), 4:4 (23:15) Dotterweich (Fettinger), 5:4 (25:46) Schneider (Behlau), 6:4 (28:33) Thum (Lenz), 6:5 (32:11) Fettinger (Dotterweich), 7:5 (33:50) Lenz (Schneider), 7:6 (34:42) Dotterweich (Waldhier), 8:6 (36:21) Trede, 9:6 (36:40) Schneider (Thum), 9:7 (37:33) Arzt (Dotterweich/3-2), 10:7 (53:17) Fiedler (Thum/4-3), 11:7 (55:53) Lenz. Strafen: Duisburg 10, Augsburg 12.