Schaulaufen für den DSV 1900
08.07.2009 | 18:53 Uhr 2009-07-08T18:53:00+0200Etliche Testspieler beim Trainingsauftakt des Landesligisten.
Die beiden Fußballer lachen sich an. „Ne, was machst Du denn hier?”, fragt der eine, der schon umgezogen in der Kabine steht. Ein anderer kommt ein, zwei Augenblicke später. „Sind Sie der Trainer?” – „Nein, der steht da hinten.” Einige, die sich auskennen, sind aber auch dabei. „Hey, Marvin Stürmerstar!”, ruft Adrian Tober, als er seinen bisherigen Teamkameraden Marvin Ellmann sieht.” Er kam, um sich den Trainingsauftakt des Fußball-Landesligisten Duisburger SV 1900 anzusehen; Ellmann selbst spielt nun für Rot-Weiß Oberhausen II, freut sich schon auf das Trainingslager der Kleeblätter in Köln. Währenddessen wiederum muss ein weiterer Spieler einspringen, um für einen Spanier beim Trainer zu dolmetschen. Und er, der Trainer, fragt bei den vielen Spielern, die er nicht kennt, die wichtigsten Dinge ab. „Name? Hast Du Deine Freigabe dabei? Position? Beidfüßig?” Franz Passek, der Coach, macht sich Notizen.
„Der eigentliche Trainingsauftakt ist erst in der kommenden Woche”, erklärt er. Denn diese ersten Trainingstage sind zum Vorspielen da. Sieben Kandidaten für das DSV-Team waren zum ersten Training am Dienstagabend an der Düsseldorfer Straße dabei. „Noch einmal drei, vier Feldspieler kommen im Laufe der Woche. Und ein paar Torleute, weil wir mit Christoph Strauß nur einen Keeper haben.”
Kunstrasenplatz wird bald gebaut
Saisonziele sind da schwierig zu definieren. „Ich will, dass der DSV in ruhiges Fahrwasser kommt”, formuliert es Passek sachlich wie stets. Denn abgesehen von der unklaren Lage, wer abgesehen von den bereits bekannt Neuzugängen noch zum Team stößt, sieht der Trainer schon die nächsten Probleme – wenngleich es auch Probleme, der angenehmeren Art sind. „Wenn alles gut läuft, beginnt im September der Umbau des Aschenplatzes, der parallel zum Rasenplatz liegt. Dann wird der dort Kunstrasen verlegt. Im Dezember wäre alles fertig”, berichtet der DSV-Vorsitzende Kurt Oellig mit einem Lächeln. Passek weiß: „Dann bekommen wir Probleme beim Training.” Eine erste Ausweichmöglichkeit ist die BSA Wedau II, wohin bereits TuRa 88 während des Kammerberg-Umbaus spielte. Passek hätte gerne, dass der Verein Trainingszeiten an der Sportschule anmietet, was letztlich aber eine Frage des Geldes ist. „Zumindest werden wir versuchen, alle Spiele bei uns auszutragen. Wenn der Rasen nicht bespieltbar ist, wollen wir den zweiten Aschenplatz nutzen”, so Oellig.
Zunächst einmal muss sich Passek aber um die Teamzusammenstellung sorgen. Mit Marvin Ellmann, Serkan Yilmaz und Andy Lausberg haben drei Spieler den Verein verlassen, die zusammen 20 Tore erzielt haben. Dazu ging mit Daniel Dentgen der Kopf der Abwehr. „Dort brauchen wir Verstärkung. Aber auch aus dem Mittelfeld kam ja nichts nach vorne.”
Für Passek bleibt also viel Arbeit, bis das Training in der kommenden Woche beginnt. Dann aber wirklich . . .
Die Testspieler:
Neben dem eigenen Juniorenspieler Julian Giebel waren noch sechs weitere Spieler beim ersten DSV-Training dabei: Meik Kota vom SV Straelen, Kerim Dikici aus der A-Jugend von TuRa 88, Sven Barthel vom FC Taxi, Ahmet Mavilli aus Neuss, Durali Kara von Rot-Weiß Oberhausen II sowie Sergio Hector Pastor von Schwarz-Weiß Duisburg. Feste Neuzugänge sind bislang Fabian Dürrwald (Borussia Oedt), Dino Rekic (TuRU Düsseldorf II), Emre Iyilik (1. FC Mülheim) und Orhan Altun (VfR Krefeld).
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