S04 sorgt für Negativ-Rekord des MSV II

Stephan Hennen (li.) leitete mit seinem Fehler das 0:1 in der ersten Minute ein.Klaus Gjasula (2. v. r.) sah für ein grobes Foul seine dritte rote Karte.
Stephan Hennen (li.) leitete mit seinem Fehler das 0:1 in der ersten Minute ein.Klaus Gjasula (2. v. r.) sah für ein grobes Foul seine dritte rote Karte.
Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Zweite Mannschaft der Zebras geht gegen Gelsenkirchener unter. Gjasula sieht schon die dritte Rote Karte in dieser Saison.

Duisburg.. MSV Duisburg II –
FC Schalke 04 II 0:6 (0:3)

MSV II: Delker – Reinert, Hennen, Stepánek, Akarca (46. Efthimiou) – Klaus Gjasula, Taskin (46. Kalski) – Tsourakis, da Silva, Ficara – Hibbeln (79. Goralski).
Tore:
0:1 Biada (1.), 0:2 Türpitz (23.), 0:3 Klingenburg (32.), 0:4 Pascal Schmidt (62., Foulelfmeter), 0:5 Biada (64.), 0:6 Türpitz (75.).
Rote Karte:
Klaus Gjasula (42., grobes Foulspiel, MSV).

Den vielleicht undankbarsten Job beim MSV Duisburg II hatte am Dienstagnachmittag Oliver Stein. Stein ist bei den Regionalligapartien der MSV-Reserve für die Durchsagen zuständig. „Manchmal gibt es Tage, da möchte man kein Stadionsprecher sein“, sagte er während des Nachholspiels gegen den FC Schalke 04 II über die Lautsprecher durch. Kurz zuvor hatte Philip Türpitz den Endstand von 6:0 (3:0) für die Knappen markiert und dem MSV II damit die höchste Niederlage seit dem 1:7 gegen den 1. FC Viersen im Jahr 1996 beschert.

Wie es S04-Coach Bernhard Trares nach der Partie treffend formulierte, war es „von der ersten Minute an ein toller Tag“ für seine Elf. Denn in dieser ersten Minute ließ sich der in die Duisburger Innenverteidigung zurückgekehrte Stephan Hennen von Julius Biada den Ball am eigenen 16er abluchsen, so dass der S-04-Angreifer nur noch einen kurzen Weg zum 1:0 zurückzulegen hatte. „Das Tor hat uns natürlich geholfen“, so Trares, „an so einem Tag läuft dann einfach alles.“

Schadensbegrenzung ging schief

„Für mich war es natürlich weniger bombastisch“, entgegnete Manni Wölpper fast schon humorig. Das Lachen war dem MSV-Trainer aber längst vergangen. Er wirkte ruhig. Denn er musste „aufpassen, dass ich die richtigen Worte finde und nichts sage, was mir später leid tut. Wir hatten uns viel vorgenommen. Dass nach ein paar Sekunden das Gegentor fällt, ist schlimm, aber es darf nicht zu solch einem Zerfall führen.“ So resultierte das 0:2 durch Philip Türpitz aus einem Bilderbuchkonter nach einem Einwurf für den MSV an der gegnerischen Eckfahne. „Binnen vier Sekunden“, wie Wölpper anmerkte. Beim 0:3 nach einer Ecke kam Rene Klingenburg drei Meter vor dem Tor frei zum Kopfball, was weder für die Abwehr, noch für Torwart Marius Delker sprach. Beim 0:4 durch einen von Georgios Efthimiou verschuldeten und von Pascal Schmidt verwandelten Elfer war Delker machtlos. Beim 0:5 durch einen Kopfball von Biada am kurzen Pfosten nach einer Ecke sah er erneut nicht gut aus.

„Nach der Pause wollten wir Schadensbegrenzung betreiben. Aber selbst das habe ich schon besser gesehen“, wurmte Wölpper zudem die 48-minütige Unterzahl nach einem „Bärendienst“ von Klaus Gjasula. Für sein hartes Einsteigen gegen Pascal Schmidt sah „Gjasu“ zurecht die – inklusive der Vorbereitung dritte – rote Karte.