Rücktritt ist für Strugala kein Thema

RESG-Trainer Detlef Strugala.
RESG-Trainer Detlef Strugala.
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Was wir bereits wissen
Bei der RESG Walsum läuft es derzeit in der Rollhockey-Bundesliga nicht rund. Nach vier Niederlagen in Folge ist der Rekordmeister nur noch Achter.

Duisburg..  Eine Krise? Nein, die sieht Detlef Strugala nicht. „Wir sind nie konstant genug in den Rhythmus gekommen, um überhaupt in eine Krise fallen zu können“, sagt der Trainer der RESG Walsum. Deutliche Worte des Mannes, von dem sie sich beim Rollhockey-Rekordmeister erhofft hatten, er könnte nach vielen mageren Jahren endlich wieder an alte Erfolge anknüpfen. Doch die Realität sieht anders aus: Nach vier Niederlagen in Folge ist die RESG auf den achten Tabellenplatz abgestürzt und steht vier Punkte vor dem Valkenswaardse RC. Sollten die Niederländer – mit dem ehemaligen Walsumer Coach Robbie van Dooren in ihren Reihen – noch an den Roten Teufeln vorbeiziehen, würden diese tatsächlich die Play-offs verpassen. Schlimmer ginge es wohl nimmer.

Sicher, angesichts der bisherigen Valkenswaarder Punkteausbeute ist dies kein ernsthaft anzunehmendes Szenario, zumal die RESG noch auf Schlusslicht HSV Krefeld trifft – letztlich wäre aber auch Platz acht nach der Vorrunde schon ein unbefriedigendes Resultat, zumal dann im Viertelfinale aller Voraussicht nach Meister Germania Herringen warten würde. „Wir müssen jetzt so schnell wie möglich den Schalter umlegen“, verlangt der erfahrene Coach, der in dieser Woche beim Training Ursachenforschung betreiben will. „Ich werde harte Worte finden, dann müssen Taten folgen“, so Strugala. Am Samstag kommt die IGR Remscheid in die Halle Beckersloh – dann soll die Negativserie endlich zu den Akten gelegt werden. Problematisch allerdings: Der ohnehin schon zurückgegangene Zuschauerzuspruch dürfte nach den jüngsten Pleiten einen weiteren Dämpfer erhalten. Das weiß auch der Trainer: „Diejenigen, die am meisten darunter leiden, sind unsere treuen Zuschauer, und der Vorstand, der vor der Saison alles dafür getan hat, um wieder erfolgreich zu sein.“

Dass seine neu zusammengestellte Mannschaft Zeit brauche, um sich zu finden, hat Strugala in der Hinrunde oft genug betont. „Ich stelle mich auch immer vor meine Spieler. Aber letztlich haben wir ja kein junges Team, dem es an Erfahrung fehlt. Das sind alles gestandene Leute. Aber sie machen derzeit viele Fehler und ergeben sich in ihr Schicksal.“ Diese Momentaufnahme ändert aber nichts daran, dass der Trainer vom Kader weiterhin überzeugt ist: „Auch wenn man es mir nicht glauben will, aber ich weiß, was die Mannschaft für die Potenzial hat. Was ich nicht weiß, ist, was in den Köpfen der Spieler los ist.“

Die Ratlosigkeit hat noch nicht die Formen angenommen, die es brauchen würde, um zum letztmöglichen Schritt zu greifen: „Wenn man als Trainer merkt, dass das, was man sagt, nicht angenommen wird, muss man sich hinterfragen, ob man der richtige Mann ist. Aber an diesem Punkt bin ich hier noch lange nicht.“