RESG durchlebt mehr als eine Ergebniskrise

Nuno Rilhas (links), hier im Duell mit Mark Wochnik, erzielte in der Schlussphase einen Hattrick.
Nuno Rilhas (links), hier im Duell mit Mark Wochnik, erzielte in der Schlussphase einen Hattrick.
Foto: Funke Foto Services
Trainer Detlef Strugala sah beim 4:6 gegen Cronenberg „grottenschlechte Leistung“. Nuno Rilhas betreibt kurz vor Schluss Ergebniskosmetik per Hattrick.

Auch der lupenreine Hattrick, den Nuno Rilhas innerhalb von 120 Sekunden kurz vor Spielende erzielte, konnte die Miene von Detlef Strugala nicht aufhellen. „Das war eine grottenschlechte Leistung von uns“, urteilte der Trainer des Rollhockey-Bundesligisten RESG Walsum nach der 4:6 (0:1)-Niederlage gegen den RSC Cronenberg. Der Rekordmeister steckt nach dem dritten Spiel in Folge ohne Punktgewinn also nicht nur in einer Ergebniskrise.

Etwaige Entschuldigungen wie krankheitsbedingte Trainingspausen wollte Strugala dann auch gar nicht gelten lassen. „Die Situation ist im Moment nicht gerade angenehm“, gestand der routinierte Coach ein, zumal das nächste Spiel die RESG am 24. Januar zur ERG Iserlohn führt. Das dringend benötigte Erfolgserlebnis wird auch dort nur schwer zu erreichen sein.

Jedenfalls dann, wenn sich nicht etwas an der mangelnden Durchschlagskraft bei den Roten Teufeln ändert. Wie Walsumer Konsequenz aussieht, zeigten zwei Eigengewächse der RESG, die inzwischen das grüne Cronenberger Trikot tragen: Kay Hövelmann war mit drei Treffern am Gästesieg beteiligt und bereitete auch noch das 2:0 durch Benjamin Nusch kurz vor der Pause vor. Nusch, dessen Bruder Christopher bei den Gastgebern auf der Bank blieb, klopfte sich nach seinem Treffer auch noch demonstrativ auf das Wappen auf der Trikotbrust.

Zu oft blieben die Walsumer mit ihren Schussversuchen einfach in der Wuppertaler Defensive hängen. Die ärgerlichste Szene lieferte allerdings Felipe Sturla ab – mal wieder mit einem schwach ausgeführten Direkten Freistoß: In der 20. Minute hatte er die Gelegenheit zum Ausgleich, bewegte sich aber so langsam, dass RSC-Keeper Eric Soriano ihm die Kugel vom Schläger holen konnte. Für Detlef Strugala ein Signal: „Bisher sollte derjenige schießen, der sich gut fühlt. Beim nächsten Mal werde ich den Schützen bestimmen!“

Tore: 0:1 Hövelmann (14.), 0:2 Nusch (28.), 1:2 Barreto (31.), 1:3 Bernadowitz (32.), 1:4 Hövelmann (38.), 1:5 Molet (42.), 1:6 Hövelmann (47.), 2:6, 3:6, 4:6 Rilhas (48., 49., 50.).