Rekordsiegerin Annette Weiß besucht den ASV Duisburg

Ein Hingucker: Die Finisher-Shirts der vergangenen 30 Jahren hingen zum Trocknen in Friedhelm Abels Garten und kommen am Samstag prominent zum Einsatz.
Ein Hingucker: Die Finisher-Shirts der vergangenen 30 Jahren hingen zum Trocknen in Friedhelm Abels Garten und kommen am Samstag prominent zum Einsatz.
Foto: ASV Duisburg
Was wir bereits wissen
Der ASV Duisburg blickt am Samstag bei der Schlussetappe der Winterlaufserie auf die letzten 30 Jahre zurück.

Duisburg..  30 Jahre in wenigen Sekunden – die Winterlaufserie macht’s möglich. Zum Abschluss ihrer Jubiläumsausgabe am Samstag haben sich die Veranstalter vom ASV Duisburg etwas Besonders einfallen lassen. Bei ihrem Zieleinlauf im Leichtathletikstadion wird die lange Geschichte der Serie noch einmal im Zeitraffer an den rund 5000 Teilnehmern vorbeiziehen.

Mit lautstarken Anfeuerungsrufen wird die Kinder- und Jugendtanzgruppe „Galaxydancers“ die Läufer auf den letzten Metern der dritten Etappe ins Ziel treiben. Das Besondere daran: Jeder Tänzer wird ein Finisher-Shirt der Serie tragen. Angefangen am Stadioneingang mit dem ersten Jersey aus dem Jahre 1986, bis hin zum Zielbogen mit dem aktuellen Serien-Shirt.

Wahrscheinlich ein echter Hingucker - die Nachbarn von Friedhelm Abel staunten jedenfalls nicht schlecht, als er die 30 Shirts zum Trocknen in seinem Garten auf hing. Doch nicht nur darauf freuen sich der Mitorganisator und seine Kollegen beim großen Finale in Wedau. Wenn um 14.15 Uhr der 10000-Meter-Lauf der kleinen Serie, in welchem zugleich der Frauenlauf integriert ist, begrüßen die Plattfüße einen Ehrengast. „Annette Weiß kommt eigens aus Hennef angereist, um nach acht Jahren wieder bei uns mitzulaufen“, berichtet Abel.

Erinnerung an Matsch und Schlamm

Wer Annette Weiß ist? Niemand andere als die Rekordsiegerin der Kleinen Serie. Elf Erfolge fuhr die Läuferin für den Siegburger TV ein. Angefangen mit dem ersten Sieg im Jahr 1993, war Annette Weiß von 1996 bis 2006 zehn Mal in Folge nicht einzuholen. „Sie freut sich auch schon riesig“, weiß Abel, „sie kennt ja unser neues Terrain in und um das Stadion noch gar nicht und verbindet die Serie noch immer mit viel Matsch und Schlamm.“

Die Rekordsiegerin hat sich vorgenommen, die aktuell Führende Sophie Fröhling beim Abschlussrennen zu begleiten. „Bei Sophies Tempo wird sie wohl nicht lange mithalten können“, vermutet Abel, „aber allein die Geste finden wir toll. Sie übergibt damit symbolisch die Krone an ihre mögliche Nachfolgerin.“ Durchaus vorstellbar, schließlich ist die jüngste Seriensiegerin aller Zeiten bei 35 Sekunden Vorsprung auf Katharina Wehr vom TV Wanheimerort mit erst 13 Jahren schon auf dem besten Weg zum zweiten Titel in Folge.

Bei den Männern ist Tim Schüttrigkeit (LG Alpen) mit einem Vorsprung von 1:43 Minuten auf Roman Schulte-Zurhausen (Team Bunert) auf dem Weg zum Titel nahezu konkurrenzlos.

Bei den Damen der Großen Serie, die sich um 15 Uhr auf den Halbmarathon begeben, sollte es ebenfalls eine klare Angelegenheit für Vera Schwandt (Bayer Uerdingen) werden. Ihr Vorsprung auf Carina Fierek (TuS Xanten) beträgt 5:22 Minuten. Ebenso deutlich führt Manuel Meyer die Gesamtwertung an. Den vierten Titel in Folge wird sich der Mann vom TV Wattenscheid nur noch selbst nehmen können. Rekordsieger der Großen Serie ist er mit sechs Erfolgen schon.

Um Annette Weiß einzuholen, wird Meyer aber noch mindestens drei Jahre brauchen. Nun könnte Meyer seinen insgesamt achten Titel folgen lassen. Im Jahr 2002 hatte er auch die Kleine Serie einmal gewonnen. Gemeinsam mit Annette Weiß stand Manuel Meyer damals auf dem Siegerpodest. Am Samstag gibt’s das Wiedersehen der Rekordhalter.