Rekordsieger greifen beim Stadtpokal ein

Auch in diesem Jahr treffen der VfB und der DFV 08 in ihrer Vorrundengruppe aufeinander.
Auch in diesem Jahr treffen der VfB und der DFV 08 in ihrer Vorrundengruppe aufeinander.
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Was wir bereits wissen
Der MSV Duisburg und der VfB Homberg bringen es gemeinsam auf 17 Erfolge unter dem Hallendach. Beide gelten wieder als Titelfavoriten.

Duisburg..  Am Freitag kommt etwas zusätzlicher Glanz in den Hallenstadtpokal. Der Glanz von 17 Turniersiegen, welche die Kicker des MSV Duisburg und des VfB Homberg zusammen gerechnet in der 29-jährigen Geschichte des Pokals holten. Neunmal reckten die Zebras den Cup in die Höhe, die in der Gruppe D auch als Titelverteidiger in das Turnier gehen. Als höchstklassigste Teams gelten beiden Oberligisten freilich als Kandidaten auf den Sieg. Doch während fast alle Trainer der teilnehmenden Vereine den MSV Duisburg II als klaren Favoriten auf dem Zettel haben, scheiden sich bei der Meinung über den VfB Homberg etwas die Geister. Die meisten Trainer glauben, dass sich das Oberliga-Schlusslicht weitaus intensiver mit dem Abschneiden in der Saison als mit dem Hallenspektakel in Rheinhausen beschäftigt.

Dass viele Teilnehmer sein Team auf dem Zettel haben, ist Manfred Wölpper klar. „Aber das ist genau das, was es so schwer für uns macht“, weiß der Trainer des MSV II um die Extramotivation der Gegner. „Fünf gute Hallenspieler bekommt jeder zusammen. Und es zeigt sich auch bei vielen anderen Turnieren, dass es in der Halle eigentlich keine Favoriten gibt.“ Als ranghöchstes Team hat der MSV aber freilich den Anspruch, sich in der stark besetzten Gruppe D gegenüber den Bezirksligisten Hamborn 07 und DJK Vierlinden sowie den Kreisligisten SV Wanheim 1900 und VfL Rheinhausen durchzusetzen. „Im letzten Jahr haben wir gewonnen, davor sind wir bis ins Finale gekommen. Bislang lief es gut. Aber das Wichtigste ist, heil aus dem Turnier raus zu kommen. Einige Stützen unseres Teams werde ich aber schon mitnehmen“, so Wölpper, der mit etwa der Hälfte des U-23-Kaders, darunter Kapitän Maik Goralski und Torjäger Ismail Öztürk, anrücken wird, während die anderen Kicker trainieren. Nicht dabei ist Hallenspezialist Marcel Stenzel, der mit den Profis im Trainingslager in der Türkei weilt.

Ali Güzel sieht der starken Gruppe gelassen entgegen: „Ich gucke nicht auf Namen“, sagt der Trainer von Hamborn 07. „Das Ziel ist, Spaß zu haben, und natürlich wollen wir auch diesmal so weit wie möglich kommen.“ Im Vorjahr scheiterten die Löwen mit der 1:2-Finalniederlage gegen den MSV denkbar knapp am sechsten Turniersieg. „Es wäre schön, wenn wir es wiederholen könnten“, würde Güzel das Endspiel dann freilich gern erfolgreicher abschließen. „Aber Hallenfußball ist eine Sache für sich. Da gehört auch viel Glück dazu.“

Ahmet Tutal sieht es ähnlich. „Wir haben es nicht einfach in der Gruppe und der MSV ist klarer Favorit. Aber wer weiß, wie der Ball an diesem Tag läuft. In der Halle ist alles möglich“, sagt der Trainer der DJK Vierlinden. „Für uns ist es jedenfalls eine Genugtuung, dabei sein zu dürfen. Wir wollen eine gute Rolle spielen. Wenn wir ausscheiden sollten, ist es aber auch kein Beinbruch.“

Achtmal wurde der Name des VfB Homberg auf den Sockel des Stadtpokals graviert. „Wir haben uns bei dem Turnier immer Selbstvertrauen geholt“, sagt Günter Abel, der dabei dreimal als siegreicher Coach an der Bande stand. Das können die Gelb-Schwarzen auch gut gebrauchen, nachdem sie in der Oberliga eine sehr schwache Hinrunde hingelegt haben und als Schlusslicht in die Pause gingen. „Wir wollen den alten Mist abstreifen und bei Null anfangen“, so Abel, der deshalb auf ein erfolgreiches Abschneiden in Rheinhausen hofft. Ein erstes Treffen im neuen Jahr gab es am gestrigen Abend, bei dem dann auch festgelegt wurde, wer auf die Halle verzichtet. Klar ist, dass Neuzugang Sebastian Schweers nicht mitmachen wird; selbiges gilt für Albert Gashi nach langer Verletzungspause.

„Ich denke, die Homberger werden den Fokus auf die Liga legen“, sagt Michael Roß, der mit Viktoria Buchholz als Zweiter der Bezirksliga, Gruppe 6, gegenüber den A-Ligisten Duisburger FV 08, TuS Mündelheim und TuS Asterlagen vom Papier her die besten Aussichten auf ein Weiterkommen in der Gruppe C haben sollte. „Es hätte schlimmer kommen können, aber wir müssen auch nicht auf Biegen und Brechen die Endrunde erreichen“, hofft der Coach, das Turnier verletzungsfrei zu überstehen. „Wir werden eine junge Truppe ins Rennen schicken.“ Leiten wird dieses „U-20-Team“ erneut Co-Trainer Dennis Heth, der die Viktoria im Vorjahr auf Platz vier führte.

Der Spielplan am Freitag

Gruppe C:

17.30 Uhr: TuS Mündelheim – TuS Asterlagen
17.58 Uhr: VfB Homberg – Viktoria Buchholz
18.26 Uhr: Duisburg 08 – TuS Mündelheim
18.54 Uhr: TuS Asterlagen – VfB Homberg
19.22 Uhr: Duisburg 08 – Viktoria Buchholz
19.50 Uhr: TuS Mündelheim – VfB Homberg
20.18 Uhr: TuS Asterlagen – Duisburg 08
20.46 Uhr: Viktoria Buchholz – TuS Mündelheim
21.14 Uhr: VfB Homberg – Duisburg 08
21.42 Uhr: Viktoria Buchholz – TuS Asterlagen

Gruppe D:

17.44 Uhr: VfL Rheinhausen – SV Wanheim 1900
18.12 Uhr: MSV Duisburg II – Hamborn 07
18.40 Uhr: DJK Vierlinden – VfL Rheinhausen
19.08 Uhr: SV Wanheim 1900 – MSV Duisburg II
19.36 Uhr: DJK Vierlinden – Hamborn 07
20.04 Uhr: VfL Rheinhausen – MSV Duisburg II
20.32 Uhr: SV Wanheim 1900 – DJK Vierlinden
21.00 Uhr: Hamborn 07 – VfL Rheinhausen
21.28 Uhr: MSV Duisburg II – DJK Vierlinden
21.56 Uhr: Hamborn 07 – SV Wanheim 1900