Raus mit Applaus

Während Tabellenführer Blau-Weiß (Hier Levent Cakmak) einen Riesen-Schritt in Richtung Aufstieg machte, haben Timo Kemperdieck & Co. nur noch wenig Hoffnung, den Spitzenreiter doch noch abzufangen.
Während Tabellenführer Blau-Weiß (Hier Levent Cakmak) einen Riesen-Schritt in Richtung Aufstieg machte, haben Timo Kemperdieck & Co. nur noch wenig Hoffnung, den Spitzenreiter doch noch abzufangen.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Viktoria Buchholz zeigt im Topspiel der Gruppe 6 eine starke Vorstellung verpasst mit dem 2:2 aber die Chance zum Tabellenführer Blau-Weiß Oberhausen aufzuschließen.

Wie viel für beide Seiten auf dem Spiel stand, wurde nach dem Abpfiff deutlich. Auf dem Rasenplatz an der Sternstraße bildete sich eine große Menschentraube. Fußballer, Trainer, Zuschauer, Betreuer, Ordner. Wortgefechte und kleinere Schubser auf der einen, Bemühungen, die Streithähne auseinander zu halten, auf der anderen Seite.

Nach wenigen Minuten siegten die Schlichter und die beiden Parteien gingen getrennte Wege. Im vorangegangenen Spitzenspiel der Bezirksliga-Gruppe 6 zwischen Viktoria Buchholz und Blau-Weiß Oberhausen gab es hingegen keinen Sieger. Wobei das 2:2 (1:1) einem Sieg für den Tabellenführer aus Lirich vergleichbar nahe kommt. Denn so verhinderten die Blau-Weißen, dass Verfolger Buchholz den Abstand noch einmal auf zwei Zähler verkürzen konnte. Vier Spieltage vor dem Saisonende hat der Spitzenreiter den nächsten Meilenstein in Richtung Aufstieg gelegt.

Von Pechvögeln und Jokern

Mit lautem Applaus verabschiedete der Großteil der fast 300 Zuschauer die Grün-Schwatzen beim Gang in die Kabine. „Das haben sie sich auch verdient“, lobte Michael Roß sein Team für eine starke Vorstellung. „Meiner Meinung nach, waren wir Lirich in Belangen überlegen. Nur leider haben wir aus der Dominanz, die wir uns erspielt und erarbeitet haben, viel zu wenig gemacht“, trauerte der Coach nicht wenigen vergebenen Chancen der Buchholzer nach. Allen voran, der von Gianni Altomonte, der in letzter Minute zum Joker-Helden hätte werden können, aus kürzer Distanz aber an Keeper Efe Özkan scheiterte.

Was Altomonte verwehrt blieb gelang Klaus-Peter Müller, der nach seiner Einwechslung mit einem 16-Meter-Schuss den Ausgleich besorgte (79). Mit einer ähnlichen Aktion hatte Ümit Ertural zum 1:0 vorgelegt (13.). Doch Buchholz hatte sich vom Rückstand erholt und die Partie durch einen Elfer von Marc Mallwitz und einen Kopfball von Sebastian Schröder nach einem Freistoß (72.) verdient gedreht.

„Am Ende hat sich die individuelle der Liricher durchgesetzt. Für uns geht es jetzt noch darum, den zweiten Platz zu verteidigen“, gratulierte Roß den Oberhausenern bereits indirekt zur Meisterschaft. Direkt auf dem Feld tat er dies noch nicht. Aufgrund der Verhältnisse nach dem Spiel wäre er auch nicht dazu gekommen....