Porsche rammte Duisburger Bohrer

Beim 24-Stundenrennen war Lance David Arnold im Pech. Sein Bentley musste zur
Beim 24-Stundenrennen war Lance David Arnold im Pech. Sein Bentley musste zur
Foto: motorracetime.de
Was wir bereits wissen
Schrecksekunde beim 24-Stundenrennen auf dem Nürburgring. Lance David Arnold landete im hinteren Feld. Sein Bentley musste nach einem Unfall lange in die Box.

Beim legendären Langstreckenrennen auf der Nürburgring-Nordschleife lagen Glück und Pech eng beieinander. Michael Bohrer (AMC Duisburg) im Hyundai i30 und Wolfgang Müller (pro handicap e.V.) im Audi TTs konnten nach unverschuldeten Unfällen das Rennen fortsetzen, ihre Klasse gewinnen und auf Gesamtrang 71 sowie 64 die Ziellinie nach 24 Stunden überqueren.

Für Maximilian Götz, ebenfalls AMC Duisburg, war das Rennen nach 34 Runden früh beendet. Teamkollege Norbert Siedler drehte sich beim Herausbeschleunigen aus dem Abschnitt Hohe Acht auf nasser Strecke plötzlich nach innen und ist mit dem Haribo AMG Mercedes GT3 eingeschlagen. Der Österreicher brachte den havarierten Flügeltürer zwar noch zurück bis in die Box, doch an eine Weiterfahrt war nicht mehr zu denken.

„So schön und spannend Motorsport auch ist, so bitter kann es dann auch sein, wenn die Jungs und wir Fahrer vorzeitig einpacken müssen“, sagte Maximilian Götz. Lance David Arnold (Bentley Motors Ltd.) im Bentley Continental GT3 hatte auch Probleme mit dem Tanken und einer defekten Fahrertür und beendeten das Rennen auf Platz 72.

Nach dem Qualifying erfolgte der Start zum Rennen erfolgte um 16 Uhr. Die Piloten hatten mit den Witterungsbedingungen zu kämpfen. Uwe Alzen, Teamkollege von Maximilian Götz, brachte den AMG-Flügeltürer in den ersten beiden Turns auf Rang vier. Dann übernahm DTM-Pilot Maximilian Götz das Steuer. „Es war viel los auf der Strecke. Doch ich bin gut und unbeschadet durchgekommen“, sagte Götz. „Der AMG-Mercedes lief wie ein Uhrwerk. Wir haben richtig Gas gegeben, sind Top-Zeiten gefahren und haben stets in der Spitzengruppe mitgemischt.“ Bis zum Unfall lag der Mercedes auf Rang vier im Gesamtklassement. Wolfgang Müller teilte sich das Lenkrad wie bei der VLN mit Jutta Kleinschmidt und Sabine Podzus. Sie lagen gut im Rennen doch, bis ein GT3 Fahrzeug voll in das Heck des Audi TTs krachte. Zu diesem Zeitpunkt war Sabine Podzus am Steuer. Sie erlitt dabei eine Beckenprellung und musste an der Box aufgeben.

Eine Schrecksekunde gab es nur nach Einbruch der Dunkelheit, als der i30 Turbo von Michael Bohrer als führendes Fahrzeug in seiner Klasse von einem Porsche GT auf nasser Strecke gerammt wurde. „Das Ganze sah schlimmer aus, als es war“, so Michael Bohrer. Ohne weitere technische Probleme am fast serienmäßigen Hyundai spulten sie die Runden ab und wurden am Schluss mit den Klassensieg und Rang 71 in der Gesamtwertung belohnt und machten auf der Distanz 76 Plätze gut.

Lance David Arnold im Bentley nach dem Rennen: „Ich hatte eine Doppelnennung und sollte auf dem Bentley mit der Start-Nr. 84 und 85 fahren. Plan war, die erste Hälfte auf der 84 zu fahren und später zu wechseln. Dazu kam es aber nicht mehr, da der Bentley nach einem Unfall stark beschädigt war und sehr lange in der Box zur Reparatur stand und hoffnungslos hinten lag.“

Knappster Einlauf aller Zeiten

Die Sieger des 43. ADAC Zurich 24h-Rennens auf dem Nürburgring heißen Christopher Mies, Edward Sandström, Nico Müller und Laurens Vanthoor. Im Audi R8 LMS des Audi Sport Team WRT überquerte Mies nach 156 Runden die Ziellinie. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Maxime Martin im BMW Z4 GT3 des BMW Sports Trophy Team Marc VDS mit Maxime Martin, Lucas Luhr, Markus Palttala und Richard Westbrook betrug 40,729 Sekunden – der knappste Zieleinlauf aller Zeiten. Platz drei feierten Peter Dumbreck, Wolf Henzler, Martin Ragginger und Alexandre Imperatori im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports.