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Pleite gegen RWO II sorgt für Aschermittwochsstimmung

11.11.2012 | 21:46 Uhr
Pleite gegen RWO II sorgt für Aschermittwochsstimmung
Maximilian Stellmach konnte nur wenige Akzente setzen. Er musste frühzeitig leicht angeschlagen vom Feld.Foto: Eickershoff

Duisburg.   Kaczmareks Tor reicht am Ende nicht einmal zu einer Punkteteilung. Rot-Weiß Oberhausens Reserve setzt sich im Holtkamp mit 3:1 durch.

Hamborn 07 –
Rot-Weiß Oberhausen II 1:3 (0:0)

Hamborn: Blättermann – Fröschke, Surkau, Hahn, Kilic – Neul, Schneider, Ünal (79. Basaran), Kaczmarek (79. Wiesner), Stellmach (54. Ferreira) – Opitz.
Tore: 1:0 Kaczmarek (55.), 1:1 Kamoglu (74.), 1:2, 1:3 Menke (86., 88.).

Nach dem Schlusspfiff dudelte Karnevalsmusik von den Bläck Fööss durch den Holtkamp. Das passte nicht so richtig, denn bei den Oberliga-Kickern von Hamborn 07 herrschte am Tag des Hoppeditzerwachsens eher Aschermittwochsstimmung. 1:3 (0:0) gegen Rot-Weiß Oberhausen II – das hatten sich die Löwen gegen einen direkten Konkurrenten in der unteren Tabellenregion ganz anders vorgestellt.

Trainer Thomas Geist war dementsprechend nachher auch etwas verbittert. „So, wie die Schlussphase verlaufen ist, war das eine verdiente Niederlage“, stellte er fest, wobei Enttäuschung darüber mitschwang, dass seine Elf eine 1:0-Führung aus der Hand gegeben hatte. Es war auch kein Trost, dass sein RWO-Kollege Thomas Thiel meinte: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir dieses Spiel noch drehen.“

Das hätten sowohl Geist als auch die 305 Zuschauer im Holtkamp nicht für möglich gehalten, als Sebastian Kaczmarek in der 55. Minute nach starker Vorarbeit des kurz zuvor eingewechselten Marco Ferreira das 1:0 erzielte. Diese Führung hatte der ehemalige Budberger in der ersten Hälfte gleich dreimal auf dem Fuß gehabt – doch der starke Gästekeeper Sebastian Tiszai hatte jeweils etwas dagegen. „Man muss im Endeffekt auch sagen, dass uns die Qualität fehlt, um die entsprechenden Tore zu machen“, haderte Thomas Geist mit der Ausbeute seiner Offensivabteilung.

Umso überraschender fiel freilich das 1:0 – mitten in eine Drangphase der Gäste, die nach dem Wechsel mit deutlich mehr Druck auftraten. Den hielten sie auch in der Folge aufrecht, was Thomas Geist an der Seitenlinie merklich aufregte. „Der eine oder andere Spieler war taktisch nicht so diszipliniert, wie es hätte sein sollen“, formulierte er später diplomatisch. Unglücklich war es allerdings, dass dem Ausgleich ein Stellungsfehler des ansonsten bärenstark kämpfenden Rechtsverteidigers Yüksel Kilic vorausging. Kudret Kamoglu tanzte ihn aus und schlenzte den Ball zum 1:1 ins rechte Eck (74.).

In der Schlussphase wollte Thomas Geist noch einmal für neuen Schwung sorgen und brachte mit Ali Basaran und Sascha Wiesner zwei frische Außenangreifer. „Mit dem Unentschieden wäre ich nicht zufrieden gewesen“, räumte er nachher ein. Doch der Schuss ging nach hinten los: Kollege Thiel hatte ein besseres Händchen. Der von ihm eingewechselte Kevin Menke nutzte Unachtsamkeiten in der Deckung in der 86. und 88. Minute zu den entscheidenden Gegentoren.

Thomas Kristaniak

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