OSC Rheinhausen verpasst trotz Sieg die Tabellenführung
15.11.2009 | 21:23 Uhr 2009-11-15T21:23:00+0100Das Schürmann-Team setzt sich vor 1000 Zuschauern mit 29:27 gegen den VfL Eintracht Hagen durch.
Achim Schürmann hätte die Tabellenführung in der Handball-Regionalliga als eine „schöne Momentaufnahme” bewertet, doch auf den angenehmen Moment muss der Trainer des OSC Rheinhausen noch etwas warten. Zwar besiegten die Rheinhauser am Sonntag den Tabellenzweiten VfL Eintracht Hagen mit 29:27, doch auch Spitzenreiter Altenhagen-Heepen hielt sich in Nordhemmern schadlos. Zudem überholte die SG Schalksmühle-Halver die Rheinhauser per Tordifferenz.
Der OSC bleibt also Tabellendritter – allerdings traten die Rheinhauser vor 1000 Zuschauern bereits über weite Strecken im Stile einer Spitzenmannschaft auf. Selbstbewusst, stark in der Abwehr – lediglich im Angriff patzten die Gastgeber noch häufig. Allerdings verwarfen auch die Hagener zahlreiche Bälle.
Achim Schürmann traute dem Braten erst, als Mirko Bernau eine halbe Minute vor dem Abpfiff den Hagenern den Ball wegfischte und mit seinen Kollegen gemächlich die Uhr herunterspielte. Schon zweimal hatten die Rheinhauser in dieser Saison bereits sicher geglaubte Siege noch aus der Hand gegeben.
„Auch diesmal gelang es uns nicht, uns deutlich abzusetzen und das Spiel vorzeitig zu entscheiden”, klagte der Rheinhauser Coach. Beispielhaft waren die letzten zwei Minuten vor der Pause, als Hagen nach einem 9:13-Rückstand noch zum 13:13 ausgleichen konnte.
Zwar blieb der OSC neueneinhalb Minuten nach dem Seitenwechsel – auch dank eines überragenden Torhüters Sebastian Schmidt – ohne Gegentreffer, doch auch damit war die Partie noch nicht entschieden. In der Folgezeit vergaben die Rheinhauser gleich drei Siebenmeter (Jörg Schürmann, Bernau und Bochwitz). Hagen blieb lange in Reichweite. Doch Mirko Bernau sicherte in der Schlussphase der Partie mit seiner Routine und zwei Treffern den Vorsprung der Duisburger.
„Oldie” Markus Bröckels griff noch nicht ins Geschehen ein. Der 39-Jährige, der den erkrankten Jens Bothe vertrat, saß bei seinem Comeback 60 Minuten lang auf der Bank. Sebastian Schmidt zeigte keine Schwächen – damit konnte „Brösel” am Ende auch sehr gut leben.
OSC: Schmidt – Loschinski (7), Schneider (6), Esser (5), Bernau, Gentges (je 3), Jörg Schürmann (3/2), Bochwitz, Benner (je 1), Fabian, Hofmeister, Dickel.
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