OSC Löwen Duisburg verlieren in Krefeld

Tragischer Held in Krefeld: Michael Heimansfeld  zeigte bei den OSC Löwen Duisburg eine starke Leistung, gab am Ende aber eiunen Sieg aus dser Hand.
Tragischer Held in Krefeld: Michael Heimansfeld zeigte bei den OSC Löwen Duisburg eine starke Leistung, gab am Ende aber eiunen Sieg aus dser Hand.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Die OSC Löwen Duisburg verlieren in der 3.Handball-Liga West nach einem starken Kampf unglücklich mit 24:25.

Krefeld.. HSG Krefeld –
SG OSC Löwen 25:24 (12:10)

OSC Löwen: Reckzeh – Giesbert (5), Schneider, Heimansfeld, Förderer (je 4), Backhaus (3), Ginters, Plaumann (je 2), Krölls, Janus.

Michael Heimansfeld suchte Schutz unter einem Handtuch. Vergrub auf der Bank des Handball-Drittligisten OSC Löwen Duisburg das Gesicht. Spielertrainer Jörg Förderer versuchte, den Spieler, der am Samstagabend bei der 24:25-Niederlage bei den OSC Löwen der überragende Akteur war, wieder aufzubauen.

Heimansfeld war in Krefeld der tragische Held. Am Ende zählt das Ergebnis, das Heimansfeld in der Schlussminute in seinen Händen hielt. Er hätte die Duisburger zum Sieg werfen können. Doch er verwarf und im Gegenzug markierten die Krefelder den entscheidenden Treffer. Die personell unterbesetzten Duisburger versetzten am Samstag einen Berg, ließen ihn jedoch einen Meter vor dem Ziel aus den Händen rutschen.

Auch Wernicke fehlte

Auch Kevin Christopher Brüren hatte sich am Samstag das OSC-Trikot übergestreift. Der rechte Arm war eingegipst, die Hand des linken Armes ballte der schwer verletzte Spieler immer wieder zur Faust. Moralische Unterstützung für eine Mannschaft, die als tapfer kämpfender Underdog auftrumpfte. Ohne Brüren, ohne Felix Handschke, der über Nacht nach Neuss gewechselt war, spielten die Duisburger ohne zwei Leistungsträger. Auch Marcel Wernicke war nicht dabei. Wie schon im Hinspiel fehlte er laut offizieller SG-Darstellung aus beruflichen Gründen. Vor einem Jahr hatte Wernicke einen Krefelder Spieler ausgeknockt. Da kommen berufliche Verpflichtungen beim möglichen Wiedersehen gerade recht.

Die 100 OSC-Fans in der ausverkauften Halle mussten jederzeit mit einem Einbruch ihrer Mannschaft rechnen, doch der blieb aus. Drei Minuten vor dem Schluss führten die Duisburger sogar.

Suche nach Verstärkung

Spielertrainer Jörg Förderer, der gemäß seines Alters nunmehr mit der Rückennummer 42 aufläuft, steuerte vier Treffer zum Ergebnis bei und lobte nach seinem Comeback den Zusammenhalt innerhalb des Teams: „Es geht jetzt darum, dass wir unser Selbstvertrauen stärken.“

Trotzdem suchen die Duisburger händeringend nach neuen Spielern. „Der Markt ist leer“, erklärt indes SG-Boss Klaus Schuppert. Möglicherweise werden die OSC Löwen nun über Spielervermittler einen Ausländer bis zum Saisonende verpflichten. Zudem ist denkbar, Niklas Weghaus, der im Sommer vom Oberligisten TV Jahn Hiesfeld kommt, schon jetzt mit einem Zweitspielrecht auszustatten. Die Verhandlungen mit dem potenziellen Top-Neuzugang für die kommende Saison sind laut Schuppert mehr oder minder gescheitert: „Wir schauen uns jetzt nach einer Alternative um.“