OSC Löwen Duisburg verlieren auch in Ratingen

Christian Ginters (am Ball) kassiierte mit den OSC Löwen die sechste Niederlage in Folge.
Christian Ginters (am Ball) kassiierte mit den OSC Löwen die sechste Niederlage in Folge.
Foto: Michael Dahlke
Die Drittliga-Handballer der OSC Löwen Duisburg kassieren die sechste Niederlage in Folge. In Ratingen verliert die abstiegsbedrohte SG 22:26.

Ratingen.. SG Ratingen –
OSC Löwen Duisburg 22:26 (10:10)

OSC Löwen: Reckzeh – Heimansfeld (7/3), Schneider (6), Wernicke (3), Giesbert, Kirchner (je 2), Backhaus, Plaumann (je 1), Ginters, Förderer, Krölls.

Es war ein Spiel, in dem es keine Ausreden mehr geben konnte. Abgesehen von den Langzeitausfällen waren alle Spieler beim Handball-Drittligisten OSC Löwen Duisburg dabei. Zudem bewegte sich Gegner SG Ratingen am Samstag zumindest auf der Papierform da, wo die Duisburger ihre Punkte gegen den Abstieg holen wollen. Auf Augenhöhe. Doch es kam anders: Die OSC Löwen verloren in Ratingen 22:26 (10:10).

Es war bereits die sechste Niederlage in Folge für die Duisburger. Das Drama hält sich in der Tabelle noch im Rahmen. Nur zwei Punkte trennen die Duisburger vom rettenden Ufer. Trotzdem taumeln die OSC Löwen der Oberliga entgegen. Auch wenn SG-Chef Klaus Schuppert nach der Partie die Körpersprache seiner Mannschaft kritisierte – es lag in Ratingen nicht an der Einstellung.

Die Kontrolle verloren

Die Mannschaft wollte, hielt die Partie im ersten Durchgang offen, ging mit einem 10:10 in die Kabine. Doch im zweiten Durchgang verloren die Duisburger, wie es Spielertrainer Jörg Förderer hinterher formulierte, zwischenzeitlich die Kontrolle. Die Gastgeber zogen ab der 35. Minute innerhalb kurzer Zeit auf 16:12 davon.

Von diesem Schlag konnten sich die Gäste nicht mehr erholen, die OSC Löwen konnten ihren Rückstand maximal nur noch auf zwei Treffer reduzieren. Während der zweiten Halbzeit verloren die Duisburger nicht nur ihre spielerische Linie. Als es nicht lief, gifteten sich die Spieler zeitweise an. Gängige Symptome im Abstiegsstrudel.

Am Ende stand eine Niederlage mit vier Toren Rückstand – damit mussten die Duisburger nach dem 28:25-Erfolg im Hinspiel auch noch den direkten Vergleich an Ratingen abgeben.

Der wird indes nur bei Punktgleichheit bedeutend – dass die OSC Löwen die neun Minuspunkte Rückstand auf den Aufsteiger aufholen können, ist ohnehin nicht mehr zu erwarten.

Bekenntnis zum Trainer

„Ich hatte mir das alles anders vorgestellt. Wir spielten zu statisch“, so ein enttäuschter Jörg Förderer, der mit seinem Team nun in knapp zwei Wochen im Heimspiel gegen den Leichlinger TV den nächsten Versuch unternehmen will, die Negativserie zu durchbrechen.

Vorher, am 15.Februar, endet die Wechselfrist. Bislang wollen die Duisburger trotz der Misere nicht mehr auf dem Spielermarkt tätig werden. Für Klaus Schuppert stellt sich auch die Trainerfrage nicht. Er stärkte in Ratingen Jörg Förderer, der noch im alten Jahr einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag erhielt, den Rücken. Schuppert: „Es liegt nicht am Trainer. Er lebt der Mannschaft doch alles vor.“