OSC Löwen Duisburg holen keinen Neuzugang mehr

Schwere Zeiten für die OSC Löwen: (von links) Jörg Förderer, Kevin Kirchner und Marcel Wernicke.
Schwere Zeiten für die OSC Löwen: (von links) Jörg Förderer, Kevin Kirchner und Marcel Wernicke.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Der abstiegsbedrohte Drittligist OSC Löwen Duisburg will nicht mehr nachlegen. SG-Chef Schuppert: „Der Kader hat genügend Niveau.“

Duisburg..  In der Krise helfen Gespräche. Oft jedenfalls. Am Dienstag redete Geschäftsführer Klaus Schuppert beim Training mit den Drittliga-Handballern der SG OSC Löwen Duisburg. Am Donnerstag folgte ein Abendessen mit Mannschaft und Trainern. Nach dem 19:30-Debakel gegen Aufsteiger SV 64 Zweibrücken schrillen in Rheinhausen die Alarmglocken. Das Team steht auf einem Abstiegsplatz – mit gebündelten Kräften wollen die OSC Löwen in den nächsten Wochen den Keller wieder verlassen und die Klasse halten.

„Ich habe den Spielern gesagt, dass sich jeder hinterfragen muss, ob er alles gegeben zu haben. Denn nur so können wir in der Liga bestehen.“ Zudem machte Schuppert den Spielern klar: „Ein Sponsor muss Spaß haben und der Zuschauer muss Spaß haben. Da steht jeder in der Pflicht.“

Zweigleisige Planungen

Spielertrainer Jörg Förderer muss mit dem aktuellen Kader den Weg aus der Krise finden. Einen weiteren Neuzugang wird es laut Schuppert bis zum Ende der Wechselfrist am 15. Februar nicht mehr geben: „Der Kader hat genug Niveau, um den Abstieg zu vermeiden.“ So sieht es auch der Trainer. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir es schaffen werden. Ich war schön öfters mit Mannschaften in vergleichbaren Situationen“, unterstreicht Jörg Förderer.

Trotzdem planen die OSC Löwen nun zweigleisig. Das war im Dezember noch anders. „Mit der Oberliga befassen wir uns nicht“, so Schuppert damals am Rande des 26:22-Erfolges gegen den Soester TV. Mittlerweile liegen die Dinge anders. Kevin-Christopher Brüren fällt bis zum Saisonende verletzungsbedingt aus, Felix Handschke wechselte zum Neusser HV und auch Robin Flemmig wird mit seiner Leistenverletzung längerfristig nicht zur Verfügung stehen.

Samstag in Schalksmühle

„Wir werden bei den Vertragsgesprächen auch das Oberliga-Szenario zur Sprache bringen“, so Schuppert. Dies sei bei Torwart Matze Broy und Christian Ginters, die bereits verlängert haben, und bei Niklas Weghaus, der im Sommer vom Oberligisten TV Jahn Hiesfeld kommen wird, schon geschehen.

In der kommenden Woche sollen die Gespräche mit den weiteren aktuellen Spielern folgen. Am Donnerstag wollte Schuppert den Akteuren sein Konzept für die kommende Saison vorstellen, in der nächsten Woche sollen Vier-Augen-Gespräche folgen.

Bis dahin soll sich im Idealfall die sportliche Situation schon ein wenig entspannt haben. Am Samstag spielen die OSC Löwen bei der SG Schalksmühle-Halver und treten dort als Außenseiter an. Klaus Schuppert hofft, dass die Gespräche gefruchtet haben und die Mannschaft dann ein anderes Gesicht zeigt als am vergangenen Sonntag: „Ich erwarte von der Mannschaft eine eindeutige Reaktion.“