OSC Löwen Duisburg hoffen auf Zweibrücken

Wer darf morgen nach dem dramatischen Saisonfinale in der 3. Handball-Liga West die Fäuste ballen? Gladbecks Thorben Mollenhauer oder der Duisburger Michael Heimansfeld (rechts)? Oder doch die Soester?
Wer darf morgen nach dem dramatischen Saisonfinale in der 3. Handball-Liga West die Fäuste ballen? Gladbecks Thorben Mollenhauer oder der Duisburger Michael Heimansfeld (rechts)? Oder doch die Soester?
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Was wir bereits wissen
Am letzten Drittliga-Spieltag sind die OSC Löwen Duisburg im Abstiegskampf auf fremde Hilfe angewiesen.

Duisburg..  Als der OSC Rheinhausen vor fünf Jahren in die 2. Handball-Bundesliga aufstieg, bedankten sich die Jungs von Trainer Achim Schürmann später mit einer großen Sause auf Mallorca bei der SG Schalksmühle-Halver. Die Sauerländer hatten am letzten Spieltag mit einem überraschenden Sieg in Wermelskirchen den Duisburger Aufstieg erst möglich gemacht.

Nun haben die Drittliga-Handballer des SV Zweibrücken gute Karten, es im Sommer auf fremde Kosten am Ballermann krachen zu lassen. Nur wenn Zweibrücken am Samstag gegen den Soester TV gewinnt, können die OSC Löwen Duisburg bei einem eigenen Sieg über die HSG Lemgo II (19 Uhr, Krefelder Straße) die Klasse halten.

„Wir haben es nicht mehr selbst in der Hand“, weiß SG-Trainer Matthias Reckzeh um die Dramatik der Situation. Die OSC Löwen (18 Punkte) sind Vorletzter, der VfL Gladbeck (19) ist Drittletzter, Soest (20) belegt derzeit den ersten Nicht-Abstiegsrang. Die Duisburger spielen gegen Lemgo, Gladbeck gastiert beim Neusser HV, Soest ist in Zweibrücken am Ball.

Zweibrücken schwächelte zuletzt

So kann ein Sieg über Lemgo – da hängen für die Duisburger die Trauben gegen den Dritten ohnehin schon hoch – möglicherweise nicht reichen. Fast alles hängt an Zweibrücken. Von der Papierform her sollten die Pfälzer, die Fünfter sind, das Spiel gegen Soest gewinnen. Allerdings ließ der Aufsteiger zuletzt die Flügel hängen: Aus den letzten sieben Spielen holte er nur vier Punkte, beim 33:40 in Hagen fehlten sieben Spieler.

Auf der anderen Seite steht der Aufschwung des Soester TV, den die OSC Löwen vor zwei Wochen schon gar nicht mehr auf der Rechnung hatten. „Wir waren ja im Prinzip schon abgestiegen“, freut sich der Soester Trainer Dirk Lohse nun über die unverhoffte Chance. Der STV holte aus den letzten sechs Spielen 10:2 Punkte. „Der Traum lebt“, heißt es auf der Internetseite des Vereins.

Matthias Reckzeh hofft, dass die Soester Serie morgen reißt. „Zweibrücken hat eine überragende Saison gespielt. Die werden im letzten Spiel vor eigenem Publikum noch einmal alles für zwei Punkte tun, um mit ihren Fans zu feiern.“

Neuss will helfen

Feiern will auch der Neusser HV. Die Rheinländer wollen gegen Gladbeck beide Punkte in eigener Halle behalten. Auch um Matthias Reckzeh damit einem Gefallen zu machen. Der Torwart, der bei den OSC Löwen morgen mit einem Muskelfaserriss ausfällt, spielt in der nächsten Saison für Neuss.

So bleiben die OSC Löwen drin: Die OSC Löwen gewinnen, Soest verliert und Gladbeck gewinnt nicht.

So bleibt der Soester TV drin: Soest gewinnt. Oder: Soest spielt Unentschieden, Gladbeck verliert, die OSC Löwen gewinnen nicht.

So bleibt der VfL Gladbeck drin: Der VfL gewinnt in Neuss, Soest gewinnt nicht. Oder: Der VfL spielt Unentschieden, Soest verliert, die OSC Löwen gewinnen nicht.