OSC gibt einen Punkt aus der Hand
14.02.2010 | 21:36 Uhr 2010-02-14T21:36:00+0100
Nordhemmern/Duisburg. Durch das 35:36 in Nordhemmern verpassen die Rheinhauser die Chance, sich an der Spitze abzusetzen. Drei Sekunden vor Schluss kommen die Gastgeber zum entscheidenden Treffer.
Die Rutschpartie auf der Hinfahrt blieb aus: Ohne größere Schwierigkeiten erreichten die Handballer des OSC Rheinhausen ihren Zielort im Mindener Land. Einen Ausrutscher gab es am Sonntag für den Spitzenreiter der Regionalliga trotzdem: Durch die unglückliche 35:36 (17:21)-Niederlage bei der LIT Nordhemmern/Mindenerwald verpasste es die Mannschaft von Trainer Achim Schürmann, sich vom Verfolger TuS Wermelskirchen abzusetzen, der am Freitag beim 23:29 in Hagen gepatzt hatte.
Ohne Bochwitz und Schnaithmann
Die erste Hiobsbotschaft gab es für Schürmann schon vor dem Spielbeginn. Zwar hatte Tobias Bochwitz die Fahrt nach Ostwestfalen angetreten, doch dann blieb er auch gleich im Bus: Ein Magen-Darm-Infekt ließ den 29-Jährigen passen. Zudem fehlte auch Jens Schnaithmann aus beruflichen Gründen. „Trotzdem sind wir recht gut ins Spiel gekommen”, befand der Coach, für den bis zum Stand von 14:14 alles nach Plan lief. „Aber dann haben wir uns eine zehnminütige Tiefschlafphase geleistet”, beschrieb er das, was den Gastgebern bis zur Halbzeitpause einen Vier-Tore-Vorsprung bescherte.
Woran's lag? Schwer zu sagen. Nach Wiederbeginn erinnerte praktisch nichts mehr an den kollektiven Aussetzer, jetzt packte der OSC wieder richtig an und kam zurück ins Spiel. Zudem stellte Achim Schürmann die Deckung um, sodass LIT-Topschütze Jens Wiese nicht mehr wie gewünscht zum Zug kam. Die Folge: Der OSC kam heran, glich erstmals zum Stand von 26:26 wieder aus und schaffte kurz vor Schluss sogar die 34:33-Führung. Doch das reichte nicht, um die schwere Aufgabe erfolgreich zu beenden: Nordhemmern kam zurück, schaffte den Ausgleich und markierte drei Sekunden vor Schluss – durch Wiese – das 36:35, das die Rheinhauser nicht mehr beantworten konnten.
„Uns hat heute das Glück gefehlt”, ging Achim Schürmann mit seiner Mannschaft nicht allzu hart ins Gericht. Denn er zeigte sich überzeugt: „Diese Niederlage wirft uns nicht um.”
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