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OSC bangt um Punkte aus Gummersbach-Spiel

13.10.2012 | 05:00 Uhr
OSC bangt um Punkte aus Gummersbach-Spiel
Auch Stephan Liekenbrock konnte in Gummersbach nicht auflaufen, steht aber Sonntag wieder zur Verfügung.Foto: Özcan

Absage des Spiels beim VfL Gummersbach erfolgte offenbar nicht regelkonform. Am Sonntag treffen die Rheinhauser daheim auf den VfL Edewecht.

Am Sonntag spielt der OSC Rheinhausen in der 3. Handball-Liga West daheim gegen den VfL Edewecht. Normalerweise würde sich der Fokus bei den Verantwortlichen des Vereins voll auf diese Partie richten, die um 16 Uhr an der Krefelder Straße beginnt. Doch die Gedanken der meisten Rheinhauser drehen sich vielmehr um ein Spiel, das gar nicht stattgefunden hat: das beim VfL Gummersbach II. Der durch Krankheiten und Verletzungen bedingte Ausfall könnte den OSC womöglich am grünen Tisch die Punkte kosten.

Rückblende: Am vergangenen Donnerstag hatten die Rheinhauser verkündet, mit ihrer Bitte um eine Verlegung beim Verband erfolgreich gewesen zu sein. Zu groß war die Ausfallmisere in den Tagen zuvor gewesen. „In der aktuellen schwierigen Situation blieb uns leider nichts anderes mehr übrig“, sagte OSC-Geschäftsführer Steffen Dauter – in der festen Überzeugung, die Partie würde zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Nun kam jedoch das böse Erwachen. Am vergangenen Freitagnachmittag schickte Michael Kulus von der spielleitenden Stelle eine E-Mail heraus, in der es hieß, eine Spielverlegung durch ihn sei prinzipiell nicht möglich; die Vereine müssten sich untereinander einigen. Beim OSC erreichte diese Nachricht zu jenem Zeitpunkt aber schon niemand mehr; das galt ebenso für eine weitere E-Mail von Kulus, in der dieser am Sonntag noch einmal wegen einer Einigung nachfragte. Zu einer solchen versuchte der OSC dann im Nachhinein mit den Gummersbacher Verantwortlichen zu kommen – ohne Ergebnis. Mirko Bernau, Sportlicher Leiter beim OSC; spricht von einer „Verkettung unglücklicher Umstände“, ist aber auch leicht angesäuert über die Kommunikationswege: „Dass es so weit gekommen ist, liegt sicher auch daran, dass es mittlerweile zu einer Unsitte geworden ist, nur noch per Mail zu kommunizieren. Hätte man versucht, diese wichtige Sache telefonisch zu klären, wären die Probleme sicher vermeidbar gewesen.“ Eine endgültige Entscheidung über eine Spielwertung steht noch aus; sollte diese negativ ausfallen, behält sich der OSC weitere Schritte vor.

Nun geht es Sonntag auf dem Hallenparkett endlich sportlich weiter – mit wieder deutlich größerem Kader als zuletzt. Stephan Liekenbrock, Robin Flemmig, Marcel Wernicke und Maik Schneider melden sich einsatzbereit zurück. Trotzdem wird es gegen die Norddeutschen aus dem Ammerland nicht einfach: „Eine spielerisch und kämpferisch sehr gute Mannschaft“ erwartet OSC-Coach Jörg Förderer.

Thomas Kristaniak


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