Olympiasieger Brendel erwartet in Duisburg harten Kampf

Zuschauer: Zwei slowakische Kanutinnen verfolgten in einer Wettkampfpause, was die Konkurrenz in Duisburg auf der Regattabahn so treibt.
Zuschauer: Zwei slowakische Kanutinnen verfolgten in einer Wettkampfpause, was die Konkurrenz in Duisburg auf der Regattabahn so treibt.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Sechs deutsche Boote qualifizierten sich für die Finalrennen des Weltcups auf der Wedau-Bahn.

Duisburg..  Gut für die Gastgeber des Kanu-Weltcups auf der Regattabahn Wedau: Gleich sechs deutsche Boote qualifizierten sich am Freitag für die Finals am Samstag. Mit dabei heute ab 10.45 Uhr: Olympiasieger Sebastian Brendel (Potsdam) im Einer-Canadier über 1000 Meter und Europameister Max Hoff (Köln) auf der gleichen Distanz im Einer-Kajak.

Brendel sprach nach seinem Vorlaufsieg, der ihm die Tür zum Endlauf um 11.02 Uhr öffnete, von einem engen Rennen: „Im Finale wird es ein harter Kampf werden.“ Das ist ebenfalls gut für die Gastgeber: Spannende Rennen sorgen für Interesse beim Publikum. Freier Eintritt erleichtert die Entscheidung auf der Tribüne den Auftritt der Topsportler aus 53 Nationen zu verfolgen.

Zehn Entscheidungen am Samstag

Gemeinsam mit Hoff und Brendel erreichten im Kajak-Zweier der Frauen über 500 Meter Sabrina Hering und Tina Dietze die Endläufe am Samstag. Die Sprint-Europameister Ronald Rauhe und Tom Liebscher im Zweier-Kajak sind dann als Favoriten dabei, ebenso wie Max Rendschmidt und Marcus Groß im Zweier-Kajak über 1000 Meter. Insgesamt zehn Finals, darunter drei bei den Parakanuten, stehen am Samstag auf dem Wettkampffahrplan.

Der Regattatag beginnt am Samstag um 9 Uhr mit den B- und C-Finals. Am Nachmittag stehen noch einmal Vor- und Zwischenläufe für die Entscheidungen am Sonntag ab 9.45 Uhr auf dem Programm.

Thomas Konietzko, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes, zog eine positive Bilanz des ersten Wettkampftages. Dass das eine oder andere Boot seiner Flotte nicht voll überzeugte, erwähnte er eher am Rande. Dass alles reibungslos lief, nahm Konietzko ebenfalls als quasi selbstverständlich. Istvan Vascuti, der als Vizepräsident des Weltverbandes ICF, am Freitag die Rennen verfolgte, sah es ganz ähnlich: „Die Organisation ist wie erwartet. Große Erfahrung lässt sich eben durch nichts ersetzen.“

Sebastian Brendel freute sich derweil vor allem über die gute Resonanz aus der Kanu-Welt. „Dass der Weltcup stark besetzt ist, freut mich sehr. Das macht so einen Test aus.“