Ohne Mathe in die Aufstiegsrunde
09.02.2012 | 18:56 Uhr 2012-02-09T18:56:00+0100
Duisburg.Der EV Duisburg steht am Freitagabend um 19.30 Uhr vor einem richtungsweisenden Heimspiel gegen Ratingen. Am Sonntag geht es nach Dortmund.
Sport ist oft auch ein bisschen Mathe. Klappt alles? Erreicht das Team den Platz, den es anstrebt? Was machen die anderen? „Wir bauchen nicht groß zu rechnen“, schiebt Franz Fritzmeier die Mathe-Stunde beiseite. „Wir haben alles selbst in der Hand“, sagt der Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg. Denn die Füchse müssen in der laufenden Endrunde mindestens Vierter werden, um die Aufstiegsrunde zu erreichen. Neun Punkte beträgt der Vorsprung auf den Tabellenfünften aus Frankfurt – und nur noch zwölf Zähler werden vergeben.
Umso wichtiger ist das Heimspiel am Freitag, 10. Februar (19.30 Uhr, Scania-Arena), gegen die Ratinger Ice Aliens. Gewinnen die Füchse das Nachbarschaftsduell, würde nur noch ein Punkt zur völligen Gewissheit reichen. Ein bisschen Mathe bleibt dann doch noch übrig.
„Wir müssen gegen die Aliens genauso bereit sein wie am Sonntag gegen Dortmund“, sagt Fritzmeier. Denn erneut gilt – Ratingen ist zwar kein Kandidat für einen Aufstiegsrundenplatz, unangenehm bleibt die Truppe vom Sandbach allemal. Und schon vor Wochenfrist ärgerten die Ratinger den Tabellenzweiten aus Dortmund mächtig. Erst 2,3 (!) Sekunden vor dem Ende gelang dem EHC der Siegtreffer gegen die Aliens. Da klingt es nicht mehr wie eine Plattitüde, wenn Fritzmeier betont: „Jedes Spiel beginnt bei 0:0.“
Die Kaderstärke dürfte den Füchsen keinerlei Sorgen bereiten. Aufgrund der Länderspielpause dürften alle DEL-Förderlizenzspieler zur Verfügung stehen. Würden Daniel Fischbuch, Marco Hastenteufel und Marius Schmidt nicht für die U-19-Nationalmannschaft in Kreuzlingen (Schweiz) auflaufen, hätte Fritzmeier gar die Qual der Wahl, wen er aufs Eis lässt und wer von der Tribüne aus zusehen müsste.
Am Sonntag geht es zum EHC Dortmund
Dennoch sagt Fritzmeier auch: „Am Sonntag ist Dortmund Favorit. Da will ich gar nichts von irgendwelchen Verletzungen hören. Die individuelle Klasse beim EHC ist sehr hoch“, sagt der Füchse-Coach mit Blick auf das Auswärtsspiel am Sonntag, 19 Uhr, im Eissportzentrum Westfalenhallen. Der Schlüssel liegt dann wieder einmal in der Disziplin. „Gelingt es uns, der Strafbank fernzubleiben, dann haben wir gegen jede Mannschaft eine sehr gute Chance, das Spiel zu gewinnen.“ In Überzahl haben die anderen vier Großen Vorteile, „weil sie dann ihre individuelle Klasse ausspielen können.“ Bei den Füchsen ist es das Kollektiv, das den Erfolg ausmacht. Genau dieses Kollektiv ist aber erst einmal heute gefragt. Hält der EVD heute den Neun-Punkte-Vorsprung, sieht es sehr gut aus. Würde es nicht funktionieren, stünde vielleicht doch noch eine Mathe-Stunde auf dem Plan. Aber wer will das schon?
Das Restprogramm:
EVD: Freitag, 10. Februar, 19.30 Uhr: Ratingen (H); So., 12. Februar, 19 Uhr: Dortmund (A); Fr., 17. Februar, 20 Uhr: Königsborn (A); So., 19. Februar, 18.30 Uhr: Frankfurt (H).
Frankfurt: Freitag, 10. Februar, 19.30 Uhr: Königsborn (H); So., 12. Februar, 19 Uhr: Bad Nauheim (A); Fr., 17. Februar, 19.30 Uhr: Dortmund (H); So., 19. Februar, 18.30 Uhr: Duisburg (A).
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