Oberliga-Streit und kein Ende

Duelle zwischen Duisburg und Herne soll es nach dem Willen des Verbandes künftig unter dem Dach des DEB geben.
Duelle zwischen Duisburg und Herne soll es nach dem Willen des Verbandes künftig unter dem Dach des DEB geben.
Foto: WAZ Fotopool
Was wir bereits wissen
Der EV Duisburg will unter dem DEB spielen – der LEV NRW pocht aber aber auf die West-Liga. DEB-Ligenleiter Oliver Seeliger: „Spielbetrieb nur bei uns.“

Duisburg..  Von einem Treffen, das den Namen „Info-Veranstaltung“ trägt, erwartet man Klarheit. Doch davon waren die Clubs und der Landes-Eissport-Verband Nordrhein-Westfalen weit entfernt. Wie so oft im Eishockey, ist das Problem nicht in einem Satz erklärt.

Der EV Duisburg spielt in der Oberliga. Bislang gab es vier Staffeln, zwei davon (Nord und Süd) wurden vom Deutschen Eishockey-Bund geführt, zwei weitere (West und Ost) federführend von jeweils einem Landesverband. Die neue Satzung, die die Mitglieder des Deutschen Eishockey-Bundes vor wenigen Wochen in Frankfurt beschlossen haben, besagt nun, dass nur noch der DEB die Oberligen organisiert. Die Teams der bisherigen Staffeln West, Nord und Ost sollten in der neuen Oberliga Nord zusammengefasst werden, die gegebenenfalls in zwei Gruppen beginnt und dann zusammengefasst wird. Zudem sollten alle Abgaben und Bestimmungen für alle Oberligisten einheitlich gehandhabt werden.

Mit dem Verweis darauf, dass die neue Satzung ja noch nicht gerichtlich registriert worden sei, kündigte der LEV NRW aber an, auch in der kommenden Saison eine Oberliga West an den Start schicken zu wollen. Einige Clubs – darunter der EV Duisburg – wollen aber in der DEB-geführten Oberliga spielen. Nun wurde am Sonntag auf jener Info-Veranstaltung ein angeblich mit dem DEB-Justitiar Marcus Haase besprochener „Kompromiss“ in den Ring geworfen. Bis Dezember läuft eine Vorrunde der Oberliga West, die sechs besten Clubs wechseln dann in eine Endrunde mit den Nord-Clubs.

„Das ist völliger Unfug. Ein solcher Kompromiss wurde nicht abgesprochen“, betont DEB-Ligenleiter Oliver Seeliger. „Es bleibt dabei: Der DEB wird die Oberliga organisieren.“ Der LEV droht mit dem Ausschluss der Jugendmannschaften, sollte ein Verein den Verband ohne Zustimmung Richtung DEB verlassen. „Das gibt es nicht. Im Fall EVD kann ich sagen: Die Füchse sind bereits Mitglied des Deutschen Eishockey-Bundes. Außerdem sagt die LEV-Satzung nur, dass bei einem sportlichen Aufstieg eine Freigabe nötig ist. Die Clubs sind aber bereits alle Oberligisten und brauchen daher keine Freigabe. Der Unterschied ist, dass der DEB nun zuständig ist. Und im Zweifelsfall werden wir dem EVD-Nachwuchs einen Spielbetrieb anbieten“, so Seeliger.