Oberliga-Lizenz für die Füchse ist da

Freude bei Füchse-Chef Sebastian Uckermann.
Freude bei Füchse-Chef Sebastian Uckermann.
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Duisburg..  Franz Reindl, der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, nannte es einen „Punktsieg für den Sport.“ Wolfgang Sorge, Präsident des Landes-Eissport-Verbandes NRW sorgt wie schon gemeldet für Ärger, weil er die alleinige Zuständigkeit des DEB für die Oberliga ab der Saison 2015/16 nicht wahrhaben will – und das, obwohl er selbst für die neue DEB-Satzung gestimmt hatte, die genau das regelt. Damit nicht genug: Der LEV NRW sprach sogar eine Sperre gegen den EV Duisburg, Moskitos Essen und Herner EV – sowohl gegen Senioren als auch Nachwuchs – aus und trägt den Streit damit auf dem Rücken der Vereine aus.

Nun aber hat das Ständige Schiedsgericht des Deutschen Eishockey-Bundes einen Antrag des LEV NRW auf einstweilige Verfügung zur Durchsetzung der Sperre auf DEB-Ebene zurückgewiesen. Und das „vollumfänglich“, wie der DEB in seiner Mitteilung betonte. „Die Vorgehensweise des LEV NRW ist auch mit Blick auf die eindeutige Zustimmung zur Neustrukturierung der DEB-Oberliga nicht nur nicht nachvollziehbar, sondern auch widersprüchlich“, erklärte DEB-Chef Reindl.

Einen zweiten Grund zur Freude gab es schon am späten Dienstagabend. Der EV Duisburg hat die Oberliga-Lizenz vom Deutschen Eishockey-Bund ohne jede Auflage erhalten. „Das freut uns natürlich sehr“, erklärt Füchse-Chef Sebastian Uckermann, der nach wie vor für das Vorgehen Sorges und des LEV NRW nicht das geringste Verständnis hat. Auf NRW-Ebene steht zudem noch eine Entscheidung des LEV-Schiedsgerichts aus, denn Duisburg, Essen und Herne wehren sich natürlich auch beim Landes-Eissport-Verband gegen die ausgesprochene Sperre.

Derweil haben auch die Moskitos und der HEV gemeldet, dass sie die Lizenz für die kommende Saison in der Oberliga Nord erhalten haben. Während Herne die Lizenz wie die Füchse ohne Auflagen bekommen hat, sprechen die Essener in ihre Mitteilung von „erfüllbaren Auflagen“.

Sollte der LEV NRW im Nachwuchsbereich weiterhin Ärger verursachen, steht das Wort des DEB, einen entsprechenden Spielbetrieb für die betroffenen Mannschaften unter dem Dach des nationalen Verbandes zu organisieren. Die Sorgen werden also weniger.