Norddeutsche Meisterin beim Heimspiel in Walsum

Die Walsumerin Maike Gangelhoff wurde Norddeutsche Meisterin in der Pflicht und der Kombination.
Die Walsumerin Maike Gangelhoff wurde Norddeutsche Meisterin in der Pflicht und der Kombination.
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Was wir bereits wissen
Der RSV Hamborn 07 richtete die Norddeutsche Meisterschaft aus, der mit vier Läuferinnen vertreten war. Die Walsumerin Maike Gangelhoff landete ganz vorne.

Duisburg..  Viele Läuferinnen und Läufer mögen die Kür mehr als die Pflicht. Das ist bei Maike Gangelhoff anders. „Also, ich find’ die Pflicht schon ganz gut“, sagt sie strahlend. Das hat auch einen guten Grund. Denn die Walsumerin ist richtig gut in dieser Disziplin. So gut, dass sie sich am Wochenende den Titel der Norddeutschen Jugend-Meisterin schnappte – in der Pflicht und dazu noch in der Kombination. Und oben drauf war es noch ein Heimsieg: Zwar startet Maike Gangelhoff für den REV Gruga Essen, doch Ausrichter war der RSV Hamborn 07 in der Walsumer Halle Beckersloh.

„Das war wirklich die einzige Acht im ganzen Wettkampf“, freute sich die 17-Jährige nach dem letzten der vier Pflicht-Durchgänge. Wertungen von 7,3 bis 8,2 hielten die Wettkampfrichter in die Höhe. Das reichte gleich für zweierlei Dinge: Ihr Sieg in der Pflicht war so deutlich, dass sie nach Platz zwei in der Kür hinter Zi-Wei Chen (Wattenscheid) in der Gesamtwertung die Beste war. „Außerdem“, erklärt ihre Mutter Monika Gangelhoff, „muss man eine Mindestpunktzahl erreichen, um nicht nur Siegerin, sondern auch Meisterin zu sein.“ Auch das hat geklappt.

Die Pflicht besteht im Rollkunstlauf daraus, auf dem Feld vorgegebene Kreise und Kringel abzufahren. Und niemand machte das so präzise und mit einer derart gute Körperhaltung wie die Walsumerin. Obwohl Maike Gangelhoff und Zi-Wei Chen oft Konkurrentinnen sind, verstehen sich die beiden bestens. „Wir machen uns auch gegenseitig die Haare“, erklärt Maike. Denn der übliche Dutt ist nicht unwichtig. „Wenn ein Pferdeschwanz wackeln würde, wären Unsicherheiten für die Kampfrichter besser zu sehen.“

Auch auf Hamborner Seite waren vornehmlich zufriedene Gesichter zu sehen. „Mein Mann hatte die Norddeutsche Meisterschaft noch nach Walsum geholt“, berichtet die 1. Vorsitzende des RSV 07, Annegret Finke. Leider verstarb Wolfgang Finke in diesem Jahr. „Aber alle halten zusammen, sodass die Organisation sehr gut klappt“, freut sich die Hamborner Vorsitzende. Pech hatte allerdings Lisa Jakisch. „In der Meisterklasse wäre sie eine Bank gewesen“, berichtet Finke. Doch die Hamborner Starläuferin zog sich im Training einen Innenbandriss im Knie zu und konnte daher nicht um den Titel kämpfen. Ein neues Talent war allerdings dabei: Kimberley Kruber (10) startete als Jüngste im Feld bei den C-Mädchen und belegte den zehnten Platz in Pflicht und Kombination sowie Rang zwölf in der Kür. Leandra Peitz wurde Dreizehnte in der Kür der A-Mädchen, während Zahra Mertens wie Maike Gangelhoff im Feld der Jugend startete und sich dort über den dritten Platz in der Kurzkür vor zwei Kaderläuferinnen freuen konnte. In der Gesamtkür wurde sie Sechste. Die Temperaturen waren in der gut isolierten Halle auszuhalten. „Gerade morgens ist das ganz gut. Am Mittag wird es natürlich wärmer“, berichtet Emily Heddenhausen, die bei den B-Mädchen in der Kür Neunte wurde.

Weiter geht es in drei Wochen mit der Deutschen Meisterschaft in Kiel.