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Noch keine sportliche Ansage

13.08.2012 | 18:54 Uhr
Noch keine sportliche Ansage
Der DSV 1900 in der Landesliga-Saison 2012/13. Hinten von links: Pressesprecher Thomas Dyer, Alexander Nurlu, Adrian Tober, Philipp Wypler, Florian Theißen, Kevin Kessen, Kay Kasaj, Max Clever, Timo Welky, Scout Carsten Oles. Mitte von links: Betreuer Klaus Mroß, Marcel Schmidt, Hrvoje Vlaovic, Stephan Soltysik, Tim Kasaj, Niklas Wojahn, Sergio Hector Pastor Gutierrez, David Gehle, Rafael Synowiec, Dejan Lazovic, Trainer Heiko Heinlein, 1. Vorsitzender Thomas Brag. Vorne von links: Torwarttrainer André Neugebauer, Betreuer Klaus Padberg, Mustafa Öztürk, Tayfun Yildirim, Lars Glusa, Sebastian Wickl, Mehmet Coskun, Mehmet Örge, Jacek Niemyjski, Teammanager Hans-Werner Schwarz, Co-Trainer Voker Dörr. (Foto: Tanja Pickartz)

Duisburg. Der DSV 1900 nutzt auch die Technik zur Vorbereitung auf die Saison. Ziel: einstelliger Platz.

Irgendwann zwischen Mannschaftsfoto und Testspiel standen die Kicker des Landesligisten Duisburger SV 1900 im Kreis zusammen. Mit dabei die Trainer, Betreuer und der Vorstand. Als alles gesagt schien, ergriff Rafael Synowiec das Wort. „Ich wollte nur mal sagen, dass es nicht normal ist, dass ein Landesligist ein solches Trainingslager möglich macht – und dann ist auch noch das gesamte Betreuerteam samt Vorstand dabei“, sagte der 2. Kapitän des Teams. „Jeder, der schon einmal höherklassig gespielt hat, weiß das.“

Der Neuzugang von Hamborn 07 ist jemand, der das Wort ergreift. Nicht nur neben dem Platz, sondern auch auf dem Feld. „Das ist ungeheuer wichtig. Gerade in der Abwehr, die zuletzt ja ein Problemfall war“, sagt DSV-Trainer Heiko Heinlein. „Wir bräuchten noch mehr Leute, die es sich auf dem Platz zutrauen, das Team zu führen. Das kann noch besser werden.“

Ansonsten wirkt Heinlein, der ja ebenfalls von den Löwen an die Düsseldorfer Straße wechselte, zufrieden. „Das Trainingslager war Weltklasse“, sagt er nach den drei Tagen in Goch. „Am Freitag hatten wir dort schon eine Trainingseinheit. Abends gab es noch eine Videoanalyse von unserem Testspiel gegen Duisburg 08“, berichtet der Coach. „Das war schon ein Highlight“, schiebt er mit einem Schmunzeln hinterher. Und das Betrachten eigener Spiele soll keine Eintagsfliege sein. „Wir arbeiten mit Gerd Bode, der ja Verbandstrainer beim Fußball-Verband Niederrhein ist, zusammen. Wie zuletzt schon in Hamborn wird er unsere Spiele filmen, sodass wir uns das unter der Woche ansehen können. Das ist für einen Landesligisten eine ganz tolle Sache“, freut sich Heinlein.

Wickl, der „Supersprinter“

Ohnehin hatten die Wanheimerorter ihren Spielern zuletzt einiges zu bieten. Bei einem Sprinttest wurde ebenfalls die Technik ausgepackt. Das erstaunliche Ergebnis: Der beste Sprinter im Team ist Torhüter Sebastian Wickl. „Aber kurz danach kam schon Philipp Wypler.“ Was übrigens nicht verwunderlich ist, schließlich war der Mülheimer bereits erfolgreich als Leichtathlet unterwegs.

Im Trainingslager ging es übrigens weiter mit weiteren Einheiten. Dazu noch der Gang in Schwimmbad und Sauna und ein Grillabend. Ein Landesliga-Kicker kann es wahrlich schlechter treffen.

Nun muss es „nur noch“ auf dem Rasen fluppen. Eine Hauptthema im Training ist die Abwehrarbeit. Denn Schwächen in der Defensive waren in der vergangenen Saison bereits einer der Gründe, warum eine talentierte Mannschaft, nicht besser als im Mittelfeld der Liga abgeschlossen hat. Offensiv war 1900 bereits top – und hat mit Hrvoje Vlaovic, aber auch jungen Spielen wie David Gehle und Mehmet Örge sogar noch an Potenzial zugelegt. „Wir werden aber dennoch bei einem 4-4-2-System bleiben. Unsere Außen in der Mittelfeldkette werden sich aber in Offensivaktionen einschalten“, erklärt der Trainer.

Der Sonntagstest gegen Hilden-Nord ging mit 1:5 in die Hose, was nach dem Trainingslager allerdings keine Panik auslöst. Ohnehin wollen sich die DSV-Jungs keine zu hohen Ziele setzen. „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen“, so Heinlein. „Das primäre Ziel ist es, dass sich die Mannschaft weiter entwickelt, sodass wir in der kommenden Saison eine sportliche Ansage machen können.“ Aktuell sieht der Coach Mannschaften wie Goch, Bocholt oder Straelen vorne. „Aber klare Favoriten gibt es nicht. Es hat sich auch keiner selbst zum Meisterschaftsanwärter ausgerufen. Das wird eine enge Liga.“

Im eigenen Team stehen noch ein, zwei Entscheidungen an. Wie die Klärung der Torhüterfrage; hier dürfte aber „Supersprinter“ Wickl die besten Karten haben. Timo Welky, an sich in der Abwehr gesetzt, hat eine leichte Verletzung, wird aber von Stephan Soltysik gut vertreten. Florian Theißen fehlte einige Zeit urlaubsbedingt. Der Sprung in die erste Elf könnte dadurch schwer fallen.

Friedhelm Thelen



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