Niederlage trotz guter Leistung – Relegation droht

Ralf Kessen nahm es ernst zur Kenntnis. „Jetzt wird es noch einmal richtig eng“, sagte der Trainer des Fußball-Landesligisten Duisburger SV 1900. Der Blick auf die Tabelle nach der 0:3 (0:0)-Niederlage beim Tabellenführer und nun sicheren Meister SV Schonnebeck verrät die Brenzligkeit der Situation noch nicht – denn der Grund dafür ist zwei Klassen höher in der Regionalliga zu finden: Der KFC Uerdingen 05 ist nach einer 0:1-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf II sportlich in die Oberliga abgestiegen. „Das bedeutet, dass die Tabellenzehnten der drei Gruppen eine Relegationsrunde gegen den Abstieg spielen müssten“, so Kessen. Aufgrund des überraschenden Siegs des VfB Speldorf gegen Rellinghausen beträgt der Vorsprung auf diesen zehnten Rang nur zwei Punkte – der erste Direktabstiegsrang (Platz 11) zwei Spieltage vor Ende nach wie vor fünf Punkte entfernt.

Dabei haben die Wanheimerorter ihre Sache beim künftigen Oberligisten aus Essen gut gemacht. „Das war zu 80 Prozent gut gespielt. Bei den anderen 20 Prozent war Schonnebeck einfach effektiver.“ Ärgerlich: Schon vor Spielbeginn musste Kessen umbauen, weil Adrian Tober ausfiel. So liefen Alex Schreier und Deniz Hotoglu vor der Abwehr auf; vorne spielte Valdet Totaj mit Sebastian Schnecker. Die nächste Umbauaktion folgte eine halbe Stunde nach Spielbeginn: Verteidiger Simon Edu fiel nach einem Sprint mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus; für ihn kam Shinya Kondo ins Spiel. Dennoch hielt der DSV das Remis beim Ersten. Doch nach 54 Minuten brachte Emrah Cinar den Gastgeber in Führung. In der Folge hatte der DSV zwei Großchancen – und kassierte jeweils zwei direkte Kontertore durch Cinar (70.) und Volkan Yerek (77.).

Derweil gab der DSV die Vertragsverlängerungen mit Simon Edu, Valdet Totaj und Shinya Kondo bekannt.