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Neuer Trainer, gleiches Ziel

26.10.2011 | 22:00 Uhr
Neuer Trainer, gleiches Ziel
So geht der Bundesligist Duisburger SV 98 in die neue Wasserball-Saison: (hinten von links) Trainer Carsten Jocks, Gerrit Rosshoff, Andreas Jürgens, Jörn Dammann, Raul Diakon, Paul Constantin, Wojciech Leszek, Mihael Petrov; (Mitte von links) Florian Sons, Felix Grade, Lars Standke, Jan Bilstein, Michael Werner, Mirco Schott, Betreuer Werner Quentmeier; (vorn von links) Sven Gehlen, Jan Janzen, Sven Wies, Roland Golla, Benjamin Pleiß, Pascal Banse. (Foto: Udo Milbret)

Duisburg.Der Duisburger SV 98 will auch künftig in der B-Gruppe der Bundesliga ein Wort mitreden. Zwei Nationalspieler sind neu im Team.

Einen Umbruch gibt es, die Ziele aber bleiben die gleichen. Möglichst weit oben will der Duisburger SV 98 in der Hauptgruppe B der Wasserball-Bundesliga spielen und – was angesichts des Modus durchaus möglich ist – möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Irgendwann wollen die 98er aber hoch. In die A-Gruppe. In die echte 1. Liga. „Ich weiß nicht, ob es in dieser Saison klappt. Aber das bleibt unser Ziel“, sagt Carsten Jocks, der neue Trainer des Bundesligisten.

Zuletzt hatte Jocks den PSV Duisburg in der 2. Liga West als Spielertrainer angeführt. „Eine meiner letzten Amtshandlungen war es, Carsten für den DSV zu gewinnen“, sagt der bisherige Coach Christian Koke, der aus familiären Gründen kürzer tritt.

Zwar überwiegt die Anzahl der Zu- die der Abgänge – doch besonders der Abschied von Daniel Grohs schmerzt. Immerhin war er Fünfter der Torschützenliste in der gesamten Deutschen Wasserball-Liga. Der Torjäger geht für ein Jahr nach Australien – und wird dort wohl auch Wasserball spielen. Ob in der Wassersport-Hochburg Perth ganz im Westen oder doch eher in Sydney oder Melbourne, steht noch nicht so ganz fest. Zudem wurde Tim Focke Trainer bei den Wasserballfreunden Wuppertal und Tim Krauser wechselte zum Zweitliga-Neuling SV Rheinhausen.

„Mit dem Abgang von Daniel werden wir auch das System ändern“, sagt der neue Coach. „Zuletzt hat der DSV auf Konter und Beweglichkeit gesetzt. Nun werden wir das anpassen und auf ,normale’ Angriffe setzen“, so Jocks. Gerade auf der Center-Position sieht der 39-Jährige sein Team gut besetzt. Schließlich gehört Raul Diakon weiterhin zum Kader, außerdem Michael Werner. „Und mit Jörn Dammann haben wir einen starken Spieler dazu bekommen“, freut sich Jocks, dass der Center ebenfalls vom PSV zum DSV ging. „Er hat Hände wir Bratpfannen. Wenn er den Ball hat, gibt er ihn freiwillig nicht mehr ab“, so der Coach. Kein Wunder, dass er auf der Vereinshomepage mit dem Spitznamen „Der Metzger“ geführt wird. „Am Abschluss müssen wir noch arbeiten, aber das bekommen wir hin.“

Ebenfalls neu sind zwei Nationalspieler. Mit Wojciech Leszek kommt ein Pole von Arkonia Stettin. „Ein Center-Verteidiger, dessen Stärken deutlich in der Defensive liegen“, so der Trainer. Bis gestern weilte der 24-Jährige noch mit Polen bei einem Trainingslager in Potsdam. Sein Gegenstück ist der bulgarische Junioren-Nationalspieler Mihail Petrov. „Er ist offensivstark, ein Wühlertyp, der nicht aufgibt“, so Jocks über den 19-Jährigen, der auf den Spitznamen „Misho“ hört. Weitere Neuzugänge sind Andreas Jürgens (Krefeld 72), Sven Gehlen (PSV; zuvor ASCD-Jugend) und Tom Graue, der gerade der ASCD-A-Jugend Deutscher Meister geworden ist.

Los geht es am Samstag, 18 Uhr, bei Krefeld 72.

Friedhelm Thelen

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