Neue Rekorde sind in Sicht

Auf die Zeiten kommt es natürlich auch bei der Winterlaufserie des ASV Duisburg an. Zum 30. Mal gehen die „Plattfüße“ in Duisburg an den Start.
Auf die Zeiten kommt es natürlich auch bei der Winterlaufserie des ASV Duisburg an. Zum 30. Mal gehen die „Plattfüße“ in Duisburg an den Start.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Fast alle der 5500 Startunterlagen sind abgeholt, so dass die Teilnehmer und die Veranstalter des ASV Duisburg der zweiten Etappe der Jubiläumsausgabe gleichermaßen entspannt entgegen gehen.

Den größten Andrang haben die Plattfüße überstanden. Die erste Etappe der Nike-Winterlaufserie, die den meisten Organisationsaufwand mit sich bringt, ging reibungslos über die Bühne. Fast alle der 5500 Startunterlagen sind abgeholt, so dass die Teilnehmer und die Veranstalter des ASV Duisburg der zweiten Etappe der Jubiläumsausgabe gleichermaßen entspannt entgegen gehen. Doch auch nach 30 Jahren kommt es am Samstag noch zu einer Premiere. Um 14 Uhr startet zum ersten Mal der durch eine Einführungsrunde um die MSV-Arena auf 7560 Meter erweiterte Lauf der Kleinen Serie: „Wir sind gespannt, wie er angenommen wird“, freut sich Mitorganisator Friedhelm Abel auf neue Rekorde in Wedau.

Die Gelegenheit, sich mit der ersten Bestzeit in die Geschichtsbücher der Serie einzutragen, wittert auch Sophie Fröhling. „Ich finde es gut, dass der ASV den neuen Lauf eingeführt hat, und freue mich darauf“, sagt das Talent vom SV Sonsbeck. Sollte die 13-Jährige als schnellste Dame im Leichtathletikstadion ankommen, würde sie ihrem Titel als jüngste Gesamtsiegerin schon den zweiten Eintrag in den Annalen der ASV-Veranstaltung hinzufügen. Nachdem sie beim Auftaktlauf über 5000 Meter (18:55 Minuten) mit 14 Sekunden vor Katharina Wehr vom TV Wanheimerort als Erste ins Ziel kam, wäre Sophie zudem auf dem besten Weg, ihre Titelverteidigung beim Schlusslauf über 10000 Meter am 28. März perfekt zu machen. „Das habe ich vor“, kündigt die 13-Jährige an.

Bei den Herren liegt Tim Schüttrigkeit (15:34, LG Alpen) mit 46 Sekunden auf Simon Büttgen (Hilden) ebenso deutlich vorn wie Manuel Meyer in der großen Serie. Wenn der Rekordsieger vom TV Wattenscheid um 15 Uhr den 15 000-Meter-Lauf angeht, müsste schon einiges schief laufen, um sich bei 1:01 Minuten Vorsprung, den Meyer über 10 000 Meter (33:36) aufbaute, noch vom Aachener Tobias Ganzow einholen zu lassen. Ebenso wird sich Ganzows Schwester Astrid strecken müssen, um Cristl Dörschel (SG Wenden) bei 41 Sekunden Rückstand den Gesamtsieg bei den Frauen noch streitig machen zu können.

Gespannt sind die Veranstalter, ob Nikki Johnstone (Neuss) diesmal dafür sorgen wird, dass Manuel Meyer kein einsames Rennen an der Spitze verbringt. Warum der Schotte beim Auftaktlauf nicht erschienen war, wissen die Plattfüße bis heute nicht. „Wir lassen uns mal überraschen“, sagt Friedhelm Abel, der zugleich noch einmal einen kleinen Appell an die Stadtvertretung richtet: „Für die Stadt Duisburg wäre am kommenden Samstag die beste Gelegenheit, die von ihr selbst oft beklagte Negativbilanz diverser Tourismusangebote zu verbessern.“

Der Mitorganisator führt aus: „Rund 8000 Besucher des Sportpark Wedau werden einmal mehr eine der schönsten Seiten der Stadt kennenlernen und sich möglicherweise zu einem erneuten Abstecher im Frühjahr oder Sommer entschließen. Angebote für eine kostenlose oder auch nur verbilligte Nutzung zahlreicher Attraktionen, wie Hafenrundfahrt, Binnenschifffahrtsmuseum, Zoo, oder Innenhafen wären sicherlich hilfreich“, nennt Abel Beispiele und verweist darauf, dass „es nicht für alle Unterstützer traditionsreicher Breitensportveranstaltungen derartige Empfehlungen braucht“. So habe nicht nur Namenssponsor Nike „die Zeichen der Zeit längst erkannt“, so Abel, „auch die Krombacher Brauerei hat ihr kostenloses Engagement Jahr für Jahr ausgeweitet.“