Neue Perspektiven
12.08.2007 | 12:12 Uhr 2007-08-12T12:12:22+0200Über den Sportpark und die World Games
Vielleicht war ja auch der eine oder andere Gegner des Parallelkanals am Wochenende im Sportpark Wedau zugegen. Mit aller Zurückhaltung - es dürfte den Kritikern schwer gefallen sein, sich der Atmosphäre und dem neuen Glanz des Sportparks zu entziehen. Auch wenn trotz aller kurzfristigen kosmetischen Eingriffe an vielen Kleinigkeiten noch immer zu sehen war, dass die Regattabahn eine Baustelle ist - schon längst ist deutlich, dass in Duisburg ein neues Juwel entstanden ist.
Nicht auszudenken, wie die Gemütslage in Duisburg heute wäre, wenn sich gestern Ulrich Feldhoff und Co. für immer von der Wedau verabschiedet hätten. Doch so ist der Sportpark Wedau nun ein Areal mit neuen Perspektiven - und die müssen nicht nur in Verbindung mit Wassersportarten stehen.Der Bereich im Schatten der MSV-Arena, die vor zwei Jahren World-Games-Plaza und nun Kanu-WM-Plaza hieß, war erneut Treffpunkt für Tausende Bürger - ein Treffpunkt, an dem sich Sport und Kultur auf Augenhöhe begegneten. Allein dafür lohnt es sich, den Sportpark langfristig am Leben zu halten.
Es ist verfrüht, sich bereits jetzt auf die World Games 2013 zu freuen. Seit gestern liegt lediglich eine Absichtserklärung einer Bewerbung durch den OB vor - mehr nicht. Ohne Ratsbeschluss wird nichts gehen - zumal Adolf Sauerlands Absicht, die Spiele in sechs Jahren ohne städtische Mittel bestreiten zu wollen, sehr ambitioniert erscheint. Zudem wird sich der Weltverband IWGA sehr genau überlegen, welches Signal von einer zweiten Vergabe der Spiele an dieselbe Stadt innerhalb von nur acht Jahren ausgehen wird. Aufwerten würde sie die World Games nicht.
d.retzlaff@nrz.de
0mitdiskutieren