Nach drei Spielen war für den MSV Duisburg Schluss

Carsten „Erle“ Wolters (links) gegen Carsten Ferreira von den Mülheim All-Stars.
Carsten „Erle“ Wolters (links) gegen Carsten Ferreira von den Mülheim All-Stars.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Beim Turnier in Mülheim schieden die erfolgsverwöhnten Oldies des MSV Duisburg schon in der Vorrunde aus. Uwe Weidemann nahm es gelassen hin: „Davon geht die Welt nicht unter“.

Duisburg..  Nach zwei Turniererfolgen und dem zweiten Platz im vergangenen Jahr galoppierten die Zebras am Samstag der Konkurrenz beim NRW-Masters hinterher. Die Traditionsmannschaft des MSV Duisburg landete in der Mülheimer RWE-Sporthalle auf dem vierten und damit letzten Platz in der Vorrundengruppe B. Das Aus nach nur drei Spielen!

Ein Großteil der 2500 Zuschauer in der ausverkauften Halle hatten den MSV und Vorjahressieger VfL Bochum auf dem Tippzettel. Während die Bochumer die Erwartungen erfüllten und zumindest ins Endspiel einzogen (4:5 nach Neunmeterschießen gegen Schalke 04), konnten die Zebras nur eine Partie gewinnen. Dabei hatte Teamchef John Restaino erneut ein starkes Aufgebot für den beliebten

Budenzauber auf die Beine gestellt. Ehemalige MSV-Asse wie Uwe Weidemann, Carsten Wolters, Ivo Grlic, Markus Osthoff und Abdelaziz Ahanfouf — bei den zahlreichen Duisburger Anhängern in der RWE-Sporthalle nach wie vor der „Fußballgott“ — sollten die Mannschaft nach den Triumphen in den Jahren 2012 und 2013 wieder zum Turniersieg führen. Sogar MSV-Cheftrainer Gino Lettieri und sein „Co“ Daniel Felgenhauer waren unmittelbar nach dem Trainingsauftakt des Drittliga-Kaders in Meiderich nach Mülheim geeilt.

Sieg gegen Mülheim

Den ersten Dämpfer gab es bereits zum Auftakt. Das Duell gegen die Schalker, die neben den Alt-Internationalen Klaus Fischer und Rüdiger Abramczik dieses Mal auch jüngere Spieler an Bord hatten, endete mit einer 2:4-Niederlage. „Erle“ Wolters und Felgenhauer hatten zwei Mal den Anschlusstreffer erzielen können. „Uns fehlte die Leichtigkeit und die Lockerheit. Wir haben uns von Beginn an sehr schwer getan, wenig miteinander gespielt, sondern nur versucht, über den Kampf zum Erfolg zu kommen“, sagte Uwe Weidemann.

Im zweiten Spiel gegen die Mülheim All Stars mühten sich die Zebras zu einem 3:2-Sieg. Wolters (2) und Osthoff trafen.

Besiegelt war das Vorrunden-Aus dann durch die 1:2-Niederlage (MSV-Torschütze war Aziz Ahanfouf) gegen Rot-Weiß Oberhausen. Nassirou Ouro-Akpo hatte dem MSV mit dem RWO-Siegtreffer eine Sekunde vor dem Schlusspfiff den finalen Dolchstoß versetzt. Der 51-jährige Uwe Weidemann meinte abschließend: „Für unsere Fans ist das frühe Aus sehr schade. Wir waren jetzt fünf Mal dabei und standen vier Mal mindestens im Halbfinale. Irgendwann erwischt es einen dann. Aber die Welt geht davon auch nicht unter.“

MSV-Trainer Gino Lettieri ärgerte sich, dass einige Mannschaften noch im Ligabetrieb aktive Spieler einsetzten. Lettieri: „Es macht keinen Sinn, wenn ein 30-Jähriger, der noch aktiv ist, gegen einen 50-Jährigen spielt. Die Jungen laufen dir auf dem Feld davon, da kannst du nicht mehr mithalten. Das ist völlig normal.“