MSV Duisburg : Sehr teuer erkaufter Sieg für den MSV
Ahlen. Mit 2:0 gewann der MSV Duisburg bei Rot-Weiß Ahlen. Doch die Zebras müssen zwei verletzte und zwei gesperrte Spieler nach dem Sieg in Westfalen beklagen.
Offenbar war die Vertragsverlängerung mit Trainer Peter Neururer das richtige Signal, um nach vier sieglosen Zweitliga-Spielen in Folge wieder auf Kurs zu kommen. Gestern löste der MSV Duisburg seine Auswärtsaufgabe bei Rot-Weiß Ahlen 2:0 (2:0). Allerdings musste der Sieg teuer erkauft werden. Stammtorwart Tom Starke wurde wegen einer Beckenverletzung noch vor dem Seitenwechsel gegen Marcel Herzog getauscht.
Schlicke mit Verdacht auf Nasenbeinbruch raus
Verteidiger Björn Schlicke handelte sich in einem Zweikampf eine stark blutende Nase ein und musste in der Kabine von Doc Lothar Roslawski genäht werden. Für Schlicke, bei dem Verdacht auf Nasenbeinbruch besteht, rückte Gordon Schildenfeld in die Innenverteidigung. Stürmer Dorge Kouemaha kassierte zudem für ein überflüssiges Foul im Mittelfeld die fünfte gelbe Karte. Damit ist der Kameruner im Verfolgerduell mit Greuther Fürth gesperrt. Gleiches gilt für Mihai Tararache, der sich ebenfalls den fünften Karton einhandelte.
Das tut weh: Björn Schlicke musste mit stark blutender Nase in der Kabine genäht werden. Foto: DFM
Foto: Digitalfoto Matthias
Die Partie in Ahlen begann für Duisburg optimal. Nach einem energischen Körpereinsatz von Michael Wiemann gegen den angreifenden Nicky Adler entschied Schiedsrichter Tobias Christ auf Strafstoß für die Zebras. Mihai Tararache ließ sich die Chance vom Punkt nicht entgehen - 0:1 (15.). Nur vier Minuten später jubelten die über 1000 mitgereisten MSV-Fans erneut. Sandro Wagner bediente Nicky Adler, dessen Vollspannschuss wurde von Sebastian Pelzer unhaltbar für RWA-Torwart Dirk Langerbein zum 0:2 abgefälscht.
Die Gastgeber hatten kurz vor dem Seitenwechsel ihre stärkste Phase. Wiemann setzte einen Kopfball an die Latte (43.), Sekunden später musste Duisburgs Außenverteidiger Bernd Korzynietz in höchster Not vor Kevin Großkreutz zur Ecke klären.
Im zweiten Abschnitt sorgte Ahlen für die erste gefährliche Szene. Lars Toborg passte nach einem Konter scharf vor das MSV-Tor, aber Korzynietz reagierte erneut glänzend und grätschte den Ball vor dem einschussbereiten Großkreutz weg (60.).
MSV-Deckung in der Luft unbezwingbar
Auf der Gegenseite zischte ein Kopfball von Duisburgs Verteidiger Markus Brzenska um Zentimeter über den Ahlener Kasten (67.). Die Westfalen mühten sich zwar um den Anschlusstreffer, wählten aber gegen die gut gestaffelte Duisburger Deckung zu oft hohe Bälle als Mittel. Markus Brzenska und Gordon Schildenfeld erwiesen sich in der Luft als unbezwingbar. So brachten Wagner & Co. den Sieg über die Ziellinie.
Für Peter Neururer war die Art und Weise, wie sein Team nach der Pause auftrat, kein Ruhmesblatt. „Von der Qualität her war das Spiel sicher nicht besser als unser Auftritt gegen Koblenz. Aber es reichte aus, um das Ding über die Zeit zu retten. Nach dem 2:0 muss man mit unseren Ansprüchen anders auftreten.” Der Fußballlehrer sichtlich sauer: „Ich könnte stundenlang über unsere Fehler reden. Ich werde das Samstag in Kurzform mit der Mannschaft tun.”
Bernd Korzynietz pflichtete den Kritikpunkten seines Coaches bei. „In der zweiten Halbzeit haben wir zu wenig getan und vergessen, auf das dritte Tor zu spielen.” Immerhin konnte Nicky Adler zufrieden vom Platz gehen. „Das Erfolgserlebnis tat gut. Ich hoffe auf weitere Einsätze”, so der Blondschopf.
















