2. Bundesliga : MSV Duisburg trennt sich von Peter Neururer

Duisburg. Der Aufsichtsrat des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg tagte bis in den späten Abend. Offiziell gab es keine Mitteilung des Vereins, aber Peter Neururer bestätigte die Trennung. Uwe Speidel ist nun wohl der Mann für den Übergang.
Die außerordentliche Aufsichtsratssitzung des MSV Duisburg dauerte um ein Vielfaches länger als das Training der MSV-Profis am Vormittag. Offiziell gab es keine Mitteilung des Vereins, doch nach Informationen der Redaktion trennt sich der Fußball-Zweitligist von Trainer Peter Neururer. MSV-Chef Walter Hellmich wird die Entscheidung am Freitag um 12 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt geben. Neururer selbst bestätigte gegenüber dem Privatsender DSF am späten Abend die Trennung, verwies jedoch darauf, dass die Entscheidung „einvernehmlich” sei.
Am Nachmittag hatte der MSV bereits zum Mediengespräch am Freitag eingeladen. Neben Manager Bruno Hübner war in der E-Mail noch Peter Neururer als Gesprächspartner angegeben. Doch der 54-Jährige wird zu diesem Termin nicht mehr erscheinen.
Neben MSV-Chef Walter Hellmich erörterten am Abend die Mitglieder des Aufsichtsrates der MSV-Kapitalgesellschaft, Bruno Hübner und Geschäftsführer Björn Bremer die Situation. Die Runde kam am Ende zum Schluss, dass ein neuer Mann die Mannschaft nach dem schwachen Saisonstart noch in die Spitzengruppe der Liga führen kann.
Dafür wird der MSV noch einmal tief in die Tasche greifen müssen. Peter Neururer steht noch bis zum Saisonende unter Vertrag, zudem muss der Verein seinen Nachfolger finanzieren.
Schon am Donnerstag hatte Neururer nicht mehr aktiv in den Trainingsbetrieb eingegriffen. Die Kiebitze – darunter auch die früheren MSV-Trainer Hannes Bongartz und Friedhelm Vos – konnten Zebra-Coach Peter Neururer auf dem Vereinsgelände an der Westender Straße allenfalls schemenhaft in Augenschein nehmen. Während die Zweitliga-Profis unter der Leitung von Assistenztrainer Uwe Speidel eine gut einstündige Laufeinheit absolvierten, hielt sich Neururer im Trainingszentrum auf. Im von außen einsehbaren Besprechungsraum in der oberen Etage saß der da noch amtierende Duisburger Chefcoach. Auch Bruno Hübner, Sven Judith (Pressestelle) und Uwe Speidel weilten zwischenzeitlich beim Trainer.
Die Abwesenheit des MSV-Coaches auf dem Trainingsplatz war indes noch kein Indiz dafür, dass Neururers Zeit in Duisburg bereits abgelaufen war. Häufig überließ der 54-Jährige die Vormittagseinheit seinem Assistenten, der beim MSV für die Ausdauer- und Tempoeinheiten zuständig ist.
Speidel übernimmt vorerst
Dennoch konnten die wenigen Zuschauer eine eigentümliche Atmosphäre wahrnehmen. Die meisten Spieler verschwanden nach der Laufeinheit mit gesenkten Köpfen im Kabinentrakt, während die Fans bereits über potenzielle Neururer-Nachfolger diskutierten.
Kurzfristig wird wohl Co-Trainer Uwe Speidel die Verantwortung bei den Meiderichern übernehmen. Am Freitag (10 Uhr) und am Samstag stehen Trainingseinheiten der Zebras auf dem Programm, am Sonntag spielt der MSV um 13.30 Uhr bei der TuS Koblenz um Zweitliga-Punkte.
















