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2. Bundesliga : Deutliche Worte beim MSV Duisburg

MSV, 20.11.2009, Dirk Retzlaff und Thomas Tartemann

Duisburg. Die Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg kämpfen in diesen Tagen an allen Fronten.

Differenzen im Trainerteam, wachsende Verletzungssorgen beim kickenden Personal, unzufriedene Fans, die eine Wende herbeisehnen. MSV-Chef Walter Hellmich, derzeit in Süddeutschland unterwegs, hofft, dass sich die Lage bald beruhigen wird. „Man darf das alles nicht so hochhängen”, so der 65-Jährige.

Hellmich stellte dabei heraus, dass es sich bei der Abmahnung gegen Torwarttrainer Manfred Gloger nicht um eine Maßnahme im arbeitsrechtlichen Sinne gehandelt habe, bekräftigte aber: „Der Sportdirektor wird in der Angelegenheit deutliche Worte gewählt haben.” Ob es noch zu „ordentlichen” Abmahnungen kommen wird, ließ Hellmich gestern offen. „Das muss man mal sehen, zumal gewisse Fristen einzuhalten sind.” Manfred Gloger selbst sagte zu der Sache: „Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen. Ich mache hier nur meine Arbeit.”

MSV-Sportdirektor Bruno Hübner verwies darauf, dass er schon beim Amtsantritt von Trainer Milan Sasic vor drei Wochen deutlich gemacht hatte, „dass eine uneingeschränkte Loyalität und Solidarität zum neuen Trainer intern unerlässlich ist.”

Angeschlagen: Björn Schlicke (Foto: Geinowski) Foto: WAZ Fotopool

Hübner und Sasic trafen sich derweil am Mittwochabend mit Fans im voll besetzten Presseraum der MSV-Arena. „Es war ein guter Abend, wir haben den Fans die Hand gereicht und viele wichtige Dinge erörtert”, so Hübner, der davon ausgeht, dass es künftig weitere Treffen mit den Fans, an denen auch Spieler teilnehmen werden, geben wird.

Sasic muss um Schlicke bangen

Nach der Verletzung von Frank Fahrenhorst, der sich am Mittwoch beim Testspiel gegen die U 23 einen Teilanriss des Außenbandes am rechten Knie zugezogen hatte, muss Sasic noch weiter um seinen Kapitän bangen. Erst heute Vormittag wird Klarheit über das Ausmaß der Wadenverletzung von Björn Schlicke bestehen. Somit droht nun der Ausfall beider etatmäßiger Innenverteidiger. Zumindest gab Abwehrspieler Bruno Soares nach einem Augenarztbesuch gestern Entwarnung. Beim Dienstagstraining hatte Nicky Adler dem Brasilianer aus Versehen gegen den Kopf getreten – ein Bluterguss unter dem linken Auge war die Folge. Einem Einsatz in Fürth steht somit nichts im Wege.

Vor allem im Defensivbereich wird es für MSV Trainer Milan Sasic eng, da mit Bernd Korzynietz und Adam Bodzek noch zwei weitere Spieler verletzungsbedingt außer Gefecht sind. Wahrscheinlich wird der Trainer Spieler aus der U-23-Mannschaft mit nach Franken nehmen müssen

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