MSV zu Gast beim Spitzenreiter

Die Kopfballstärke von Rahel Kiwic wird in Wolfsburg dringend benötigt.
Die Kopfballstärke von Rahel Kiwic wird in Wolfsburg dringend benötigt.
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Was wir bereits wissen
Der Tabellenvorletzte der Bundesliga tritt am Freitag um 18 Uhr beim VfL Wolfsburg an. Mit einem Punktgewinn ist nicht zu rechnen.

Duisburg..  Natürlich, er muss das ja sagen. Ralf Kellermann, der gebürtige Duisburger an der Seitenlinie des VfL Wolfsburg und amtierende Frauenfußball-Welttrainer des Jahres, warnt pflichtgemäß vor der Möglichkeit einer Blamage gegen den Tabellenelften. „Es ist der Saison-Zeitpunkt gekommen, zu dem man sich keine Ausrutscher mehr erlauben darf. Die Duisburgerinnen könnten mit einem Sieg über uns wichtige Punkte im Abstiegskampf holen“, stellt er vor dem Duell zwischen dem Champions-League-Sieger und dem Abstiegskandidaten MSV Duisburg fest, die am Freitag um 18 Uhr im Wolfsburger AOK-Stadion angepfiffen wird.

Die erst im Januar eingeweihte neue Spielstätte des momentanen europäischen Branchenführers kennt naturgemäß noch keine der MSV-Spielerinnen aus eigener Erfahrung. Um dort auch im nächsten Jahr wieder gastieren zu können, wäre ein Punktgewinn hilfreich – er ist aber halt auch nahezu völlig unrealistisch. Wolfsburg führt die Liga ungeschlagen mit 39 Punkten und erstaunlichen 39:1 Toren an. 39 Gegentreffer stehen derweil für den MSV zu Buche. Sollte diese Zahl sich am Freitag gegen 19.45 Uhr durchweg in eine 42 verwandelt haben, wären die Duisburger Verantwortlichen vermutlich nicht allzu unzufrieden. „In den zwei Spielen gegen Wolfsburg und dann gegen die ebenfalls ungeschlagenen Bayern erwarte ich von meiner Mannschaft unabhängig vom Ergebnis, dass wir nach den 90 Minuten auf Grund unserer Leistung erhobenen Hauptes vom Platz gehen können“, sagt Trainerin Inka Grings.

Vor einigen Tagen hingen die Köpfe hoffnungslos nach unten, als es gegen 1899 Hoffenheim die noch gnädig ausgefallene 0:4-Heimklatsche setzte. Viele Umstellungen sind angesichts der Kadergröße nicht möglich; zu erwarten ist , dass die zuletzt gesperrte Innenverteidigerin Rahel Kiwic mitwirken kann. Insgesamt muss das komplette Abwehrkonstrukt aggressiver auftreten, als es beim fast widerstandslosen Auftritt am Sonntag der Fall war. Eine gute Nachricht gab es zumindest insofern, dass die Schweizerin Carmen Pulver sich doch nicht so schwer verletzt hat wie befürchtet. Sie zog sich lediglich eine schmerzhafte Prellung zu und wird daher in Wolfsburg zum Kader gehören.