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MSV-Trainer Reck bangt vor 1860-Spiel um Sukalo und Gjasula

10.04.2012 | 23:29 Uhr
MSV-Trainer Reck bangt vor 1860-Spiel um Sukalo und Gjasula
Reicht es für Goran Sukalo? (Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool)

Duisburg.   MSV-Trainer Oliver Reck startet zusammen mit der medizinischen Abteilung des MSV einen Wettlauf gegen die Uhr. Vor dem heutigen Auswärtsspiel beim TSV 1860 München (17.30 Uhr) bangt der Coach noch um seine Eckpfeiler Goran Sukalo und Jürgen Gjasula.

„Wie wichtig Goran für unsere Mannschaft ist, muss ich wohl nicht mehr groß erwähnen“, so Reck zum Stellenwert des Defensivmanns, der zu Wochenbeginn über Kopfschmerzen klagte und sich wohl bei seinem kleinen Sohn einen Infekt eingefangen hat. „Goran hat leichte Halsschmerzen und sich insgesamt nicht wohl gefühlt. Wir wissen nicht, ob sich die Sache verschlimmert. Natürlich hoffe ich, dass sich der Virus nicht vergrößert“, so Reck.

Sukalo mit Infekt - Gjasula plagt das Sprunggelenk

Sukalo flog vorsichtshalber „isoliert“ in die bayerische Metropole. Reck: „Wir wollten nicht, dass sich andere Spieler womöglich anstecken. In einem Artikel habe ich gerade gelesen, dass bei Hannover 96 auf dem Rückflug vom Europapokalspiel die Filter in der Klimaanlage des Flugzeugs ausgetauscht werden mussten, um eventuellen Infektionen vorzubeugen. Ob das immer alles so sein muss, weiß ich nicht, aber wir wollen kein Risiko eingehen.“

Gleiches gilt für Offensiv-Antreiber Gjasula, der sich beim 2:0 über Eintracht Frankfurt am Sprunggelenk verletzte. „Nach der Begegnung war das Sprunggelenk stark angeschwollen. Gerade in diesem Bereich ist Stabilität ganz wichtig. Noch haben wir ein paar Stunden Zeit. Vielleicht reicht es“, so Reck, der zumindest eine seiner beiden Korsettstangen gegen die Löwen aufbieten will.

Reck hat verschiedene Möglichkeiten in der Hinterhand

Der MSV-Coach muss zwar auch auf Benjamin Kern (Sprunggelenksprobleme) und Valeri Domovchiyski (muskuläre Beschwerden) verzichten, ist aber auch von den Alternativen in seinem Kader überzeugt. „Es gibt immer verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Wir haben Srdjan Baljak, Flamur Kastrati, Emil Jula oder Zvonko Pamic in der Hinterhand.“

Da es sich dabei fast nur um Leute für die vordere Reihe handelt, feiert auch der lange im zweiten Team eingesetzte Daniel Reiche sein Kadercomeback. Im September 2011 war der 24-Jährige wegen der Weigerung, „unten“ auflaufen zu wollen, vom damaligen Trainer Milan Sasic abgestraft worden. Jetzt sitzt der Verteidiger in München wieder auf der Profibank. Reck: „Wichtig ist, gewisse Variationsmöglichkeiten zu haben.“ Tanju Öztürk scheint sich mit seiner beherzten Leistung gegen Eintracht Frankfurt für weitere Einsätze empfohlen zu haben. Reck: „Tanju hat nicht so ein Spiel gemacht, nach dem ich sage: Den Jungen müsste ich rausnehmen.“

Reck ist von Öztürk überzeugt

Der Duisburger Chefcoach geht sogar noch weiter: „Bei Werder Bremen hatten wir früher mit Dieter Eilts einen Spieler, der mit 23 Jahren in die Profitruppe kam und danach nicht mehr wegzudenken war. Heute ist Eilts Rekordspieler von Werder. Den Vergleich zu Tanju habe ich nicht nur so getroffen.“ Sondern? Reck: „Ich bin überzeugt, dass Öztürk noch ganz, ganz wichtig für den MSV wird.“

Bei 1860 München liegt der Schlüssel zum Erfolg im Ausschalten der Offensivkräfte. Reck: „Da sind sie mit Benjamin Lauth, Djordje Rakic und Kevin Volland sehr gut bestückt. Reck: „Ihren Radius müssen wir einengen und unser Spiel durchbringen.“

Thomas Tartemann



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