MSV nimmt Anderson mit in die Türkei

Mark Anderson spielte im internen Test gegen die Kombination aus U 23 und U 19 im Mittelfeld der MSV-Profis.
Mark Anderson spielte im internen Test gegen die Kombination aus U 23 und U 19 im Mittelfeld der MSV-Profis.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Fußball-Drittligist startet am Donnerstag ins einwöchige Trainingslager nach Lara. Der Engländer Anderson ist ebenso dabei wie der Litauer Tomas Dapkus. Ein Schwede kommt möglicherweise noch als Gastkicker hinzu.

Die Drittliga-Fußballer des MSV Duisburg steigen heute am Düsseldorfer Flughafen um 14.30 Uhr in die Sunexpress-Maschine und heben zum über vierstündigen Flug ins türkische Antalya ab. Mit an Bord ist auch der englische Gastspieler Mark Anderson (Fort Lauderdale), der am Mittwoch einige Kostproben seines Könnens im internen Testspiel gegen die gemischte Formation aus MSV-U-23 und U-19 sowie U-17-Nachwuchskickern abgab.

Beim 6:0 (4:0)-Sieg scheiterte Anderson zwei Mal knapp. Dafür ließ es Kingsley Onuegbu krachen und nagelte dem Sparringspartner aus dem eigenen Haus vier Bälle ins Netz (11., 20., 37., 45.). Den Rest besorgten Kevin Wolze (68.) und Deniz Aycicek (77.). Pierre De Wit mischte nach langer Verletzungspause 45 Minuten mit. „Es hat Spaß gemacht“, lachte „Piero“.

Trainer Gino Lettieri hielt sich mit Lob für Anderson noch bedeckt: „Diese 90 Minuten waren kein Test, um einen Spieler richtig zu beurteilen. Es war eine andere Einheit, als wir sie sonst machen.“

Klar ist: Der MSV möchte sich für die Restrunde 2015 breiter aufstellen, kann aber nicht in der Preisklasse von Liga-Konkurrent Arminia Bielefeld einkaufen. Lettieri: „Die Arminia hat mit Manuel Junglas und Koen van der Biezen personell hochkarätig nachgelegt. Sie haben sich in der Liga etwas Gutes erarbeitet und wären dumm, wenn sie das nicht festigen würden. Aber in dieser Kategorie können wir uns nicht bewegen. Das muss im Umkehrschluss nicht gleich heißen, dass wir in der zweiten Serie schlechter werden.“

Möglicherweise findet der MSV mit seinen eher bescheidenen Möglichkeiten Kicker, die eine gewisse Qualität mitbringen und bei der Konkurrenz noch nicht auf dem Zettel stehen. In die Türkei wird mit Tomas Dapkus (22/Ekranas) ein Testkandidat eingeflogen. Dapkus hat für die litauische U-21-Nationalelf gespielt, ist ein 1,72 Meter kleiner Stürmer, der sich bei den Zebras empfehlen will. Erst im Laufe des Tages entscheidet sich, ob ein zweiter Angreifer ins türkische Lara anreist. Dabei soll es sich um einen 27-jährigen Schweden handeln. Der MSV bemüht sich noch um die Freigabe beim abgebenden Klub. Deswegen ist die Test-Personalie noch nicht ganz „rund“.

Gino Lettieri nimmt insgesamt 21 Feldspieler und drei Torhüter mit ins türkische Camp. „Mehr“, sagt der 48-Jährige, „geht aus Kostengründen nicht.Die Probespieler belasten das Büdget nicht zusätzlich.“

„Würde Arbeit gerne fortsetzen“

Mittelfeldakteur Erik Wille fällt als Langzeitverletzter aus der Reisegruppe ohnehin weg. Dazu hat Lettieri die Talente Barkin Cömert und Babacar M’Bengue aus dem Trainingslager-Aufgebot gestrichen.

Täglich stehen für die MSV-Kicker, für die Zeugwart Manfred Piwonski (72) wegen der erwarteten niedrigen Temperaturen auch Wollmützen und Handschuhe eingepackt hat, zwei Einheiten auf dem Plan. Für Gespräche ist mehr Zeit als sonst. Lettieri: „So etwas ist wichtig im Trainingslager.“ Der Coach, dessen Vertrag im Juni ausläuft, kann sich einen Verbleib in Duisburg vorstellen: „Ich bin kein Typ für kurzfristige Sachen und würde meine Arbeit hier gerne fortsetzen.“