MSV Duisburg will Zuschauerrekord knacken

Was wir bereits wissen
Fans des MSV Duisburg wollen am Samstag beim Spiel gegen Fortuna Köln mit der Aktion „15 000+X“ eine neue Bestmarke erzielen.

Duisburg.. Die Halbzeitparty ist in den USA beim Super Bowl Kult. In diesem Jahr war es Katy Perry, die in der Pause des American-Football-Finales zwischen den Seattle Seahawks und den New England Patriots auftrat. Beim MSV Duisburg gibt es am Samstag beim Heimspiel gegen Aufsteiger Fortuna Köln auch eine Halbzeitparty, natürlich viele Nummern kleiner. Mickie Krause, selbst ernannter „Party-Kaiser von Mallorca“ („Zehn nackte Friseusen“), wird in der Pause auftreten.

Wie schon beim Model-Contest beim letzten Heimspiel greift Sponsor Schauinslandreisen in die Kasse und den Fans unter die Arme. Denn die MSV-Anhänger wollen selbst dafür sorgen, dass es am Samstag einen Zuschauer-Saisonrekord gibt. Mit der Aktion „15 000+X“ – unter anderem über das soziale Netzwerk Facebook – wollen die Fans die Bestmarke aus dem Dresden-Spiel (13 720) knacken.

Der Zuschauerschnitt des MSV liegt in der aktuellen Saison bei 11 564 Besuchern. Viele Fans kaufen in diesen Tagen ein Zusatztickets, das sie an Freunde oder Verwandte verschenken. Bis zum Donnerstag können die Anhänger auch Eintrittskarten kaufen und diese im Fanshop in eine Box werfen. Der MSV leitet diese Tickets an karitative Einrichtungen weiter, sodass auch Menschen, die sich ansonsten einen Stadionbesuch nicht leisten können, am Samstag den Zebras vor Ort die Daumen drücken können.

„Ein paar Prozent fehlten“

Die Fußballer von Trainer Gino Lettieri verpassten es am Sonntag, mit einem Sieg in Bielefeld selbst dazu beizutragen, zusätzlich die Werbetrommel zu rühren. Als Spitzenreiter hätten die Zebras den ein oder anderen Fan mehr hinterm Ofenrohr herlocken können.

Dabei war die erste Halbzeit in Bielefeld beste Werbung für den MSV. „Wir haben in der ersten Hälfte gezeigt, wozu wir in der Lage sind“, so Doppeltorschütze Zlatko Janjic, der sich am Ende über seine Treffer nur noch bedingt gefreut hat: „Im Endeffekt haben die beiden Tore gar nichts gebracht. Im Fußball zählt das Ergebnis und wir haben verloren.“

Am Ende fehlten „ein paar Prozent“, wie es Mittelfeldspieler Pierre De Wit formulierte. Und vielleicht hat sich Trainer Gino Lettieri in der Halbzeit auch verzockt, indem er Dennis Grote, immerhin Matchwinner im Chemnitz-Spiel, aus dem Team nahm. Lettieri wollte damit das Flügelspiel beleben – ein Schuss, der nach hinten losging.

Im Hinblick auf das Köln-Spiel steht für Lettieri weniger „15 000+X“, sondern vielmehr „15+X“ im Fokus. Der Trainer hofft inständig, dass sich sein Kader auffüllt. Die nächsten Trainingstage werden zeigen, ob Steffen Bohl, Thomas Meißner und Enis Hajri ihre Verletzungen rechtzeitig auskurieren.