MSV Duisburg siegt in Bielefeld 2:1
19.02.2010 | 22:02 Uhr 2010-02-19T22:02:00+0100
Bielefeld. Erstmals in dieser Saison packte der MSV Duisburg seinen dritten Trikotsatz aus. Ganz in Grün liefen die Zebras beim Zweitliga-Auswärtsspiel in Bielefeld auf. Mit der Farbe der Hoffnung schafften die Meidericher nach zwei Niederlagen und einem Unentschieden die Wende. Durch das 2:1 (1:0) auf der Alm wurde der Rückstand zum begehrten Relegationsplatz wieder auf drei Punkte verkürzt. Der Tabellendritte FC Augsburg kann allerdings heute in Rostock sein Polster wieder vergrößern.
MSV-Trainer Milan Sasic hatte sein Team gegenüber dem 1:1 gegen Kaiserslautern auf zwei Positionen verändert. Adam Bodzek kehrte nach seiner Gelb-Rot-Sperre ins defensive Mittelfeld zurück. Dario Vidosic sollte rechts die Offensive ankurbeln. Dafür blieben Nicky Adler und Olcay Sahan auf der Bank. Der MSV erwischte einen gelungenen Auftakt. Mit dem schönsten Spielzug der Partie, den Christian Tiffert mit einem feinen Pass auf Caiuby einleitete, gelang Srdjan Baljak durch einen Schuss unter die Latte das 0:1. Arminia-Trainer Thomas Gerstner: „Das frühe Tor hat dem MSV in die Karten gespielt. Duisburg hat die Räume ganz eng gemacht, es war fast unmöglich, da durch zu spielen.“
Zebratrainer Milan Sasic zeigte sich mit der Startphase seiner Truppe einverstanden. „Wir haben sehr gut angefangen und mit Mut nach vorne gespielt. Die Führung war verdient, aber ich habe mitunter die Ruhe im Ballbesitz vermisst.“ Im aus Bielefelder Sicht erschreckend schwachen ersten Abschnitt kamen die Gäste allerdings kaum in Gefahr. Torwart Tom Starke musste das erste Mal Sekunden vor dem Halbzeitpfiff nach einem abgefälschten Schuss von Giovanni Federico zupacken.
Nach der Pause machte die Arminia mehr Dampf. Sasic wechselte den verletzten Mihai Tararache gegen Kristoffer Andersen aus, beorderte Olivier Veigneau von der rechten auf die linke Seite. Da das defensive Zusammenspiel zwischen Veigneau und dem immer stärker abbauenden Caiuby überhaupt nicht klappte, brannte es mehrfach auf der linken Abwehrseite. Bielefeld kam nach einer Standardsituation, die Andre Mijatovic ungedeckt einköpfen konnte, zum 1:1 (57.). „Wir haben in der zweiten Halbzeit versucht, das Ergebnis zu drehen und immer probiert, über Außen zu kommen. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf. Wir wollten unbedingt den Dreier.“
In der Endphase halfen die Ostwestfalen kräftig mit. Baljak, oft Einzelkämpfer in vorderster Front, bediente Christian Tiffert. Dessen Hereingabe grätschte Arne Feick zum 1:2 ins Netz (79.). „Wir sind wieder aufgestanden und haben nicht aufgegeben“, freute sich Sasic, „ein Unentschieden wäre sicherl realistisch gewesen. Aber unter dem Strich war der Sieg nicht unverdient.“ Schlusssatz von Trainerkollege Gerstner: „Realistisch war es eine verdiente Niederlage, weil uns der Gegner ausgekontert hat.“
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