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MSV Duisburg schockgefroren an der Ostsee

12.02.2012 | 21:00 Uhr
MSV Duisburg schockgefroren an der Ostsee
Das war nichts! MSV-Trainer Oliver Reck ärgerte sich in Rostock über seine erste Auswärtsniederlage mit den Zebras. Foto: Christoph Reichwein

Rostock.Ausgerutscht! Bei minus drei Grad Celsius und zwischenzeitlichen Schneeverwehungen ließ sich der MSV Duisburg von Hansa Rostock schockgefrieren. Die Ostseestädter, vor dem Zweitligaduell mit den Zebras an Harmlosigkeit nicht zu überbieten (ein Sieg und nur 14 erzielte Tore), schossen den erschreckend schwachen MSV durch ein 4:2 (2:2) wieder mitten in den Existenzkampf.

„Hansa hat uns gezeigt, wie man in so einer Situation bestehen muss und kann“, ärgerte sich Duisburgs Manager Ivica Grlic, „wir haben in der kompletten Spielzeit nicht eine Torchance herausgespielt. Über was muss man also reden? Das war ein großes Manko.“

Grlic, sichtlich angefressen, verordnete sich quasi selbst ein Mundpflaster: „Ich könnte noch viel mehr sagen, das mache ich aber nicht. Wir klären im Wochenverlauf sicherlich einiges intern.“ Der ehemalige Nationalspieler: „Über die Art und Weise, wie die Partie verloren wurde, müssen wir sprechen. Letzte Woche waren wir fünf Punkte vor der Gefahrenzone, jetzt sind es vier.“

Beim MSV schrillen die Alarmglocken. Der Auftritt beim Ligaschlusslicht war ein krasser Rückschritt, nachdem es in den Wochen zuvor leistungsmäßig vorangegangen war. „Wir haben die erste Auswärtsniederlage unter meiner Regie kassiert“, stellte Trainer Oliver Reck fest, „das war natürlich bitter, zumal sie gegen eine Truppe passiert ist, die auch noch hinter uns steht.“

Reck spürte bereits beim Anpfiff, dass seine Mannschaft nicht in der Verfassung auflief, die nötig gewesen wäre, einen aggressiven Kontrahenten im Zaum zu halten. „Natürlich merkt man das in den ersten Aktionen. Wir haben von Beginn an falsche Entscheidungen getroffen, waren einen Schritt zu spät, sind nicht präsent genug gewesen. Hansa hat alles angenommen, einfach und schnörkellos gespielt. Wir haben es zu selten geschafft, unser Spiel zu entwickeln.“

Lässiger Elfmeter

Dafür stand der MSV bei den ersten Gegentreffern applaudierend zur Seite. Beim 1:0 versuchte der aufopferungsvoll kämpfende und grippal angeschlagene Goran Sukalo per Kopf zu klären, bei seinen Mitspielern war die Handlungsschnelligkeit eingefroren. Marek Mintal sagte „danke“ (30.). Branimir Bajic beförderte den Ball zwar zum 1:1 in die Maschen (34.), doch postwendend klingelte es wieder im Duisburger Kasten. Dzemal Berberovic, der auf seiner rechten Seite viele entscheidende Duelle verlor, köpfte Andre Hoffmann an. Der abspringende Ball wurde von Tobias Jänicke verwertet – 2:1 (36.). Goran Sukalo schaffte nach einer Ecke von Benni Kern zwar das 2:2 (40.), doch nach Wiederanpfiff ging es turbulent weiter,

Zvonko Pamic, halblinks im Mittelfeld mit weiten Wegen und großem Pensum, aber dafür auch fehlerbehaftet, ließ Marek Mintal aus dem Auge – 3:2 (52.). In der hektischen Endphase bekam Rostock nach einem Zweikampf zwischen Valeri Domovchiyski und Freddy Borg einen Elfmeter. Borg verwertete unverschämt lässig zum 4:2 mit einem Kullerschuss (82.).

„Wir müssen mehr Laufbereitschaft zeigen und viel mehr investieren. Da war uns Hansa überlegen“, analysierte Oliver Reck. Sein erhoffter Restrundenstart, den er mit vier Zählern aus den ersten beiden Partien ausschmücken wollte, erfror zur Fehlzündung. „Wir haben null Punkte aus zwei Partien. Das müssen bei uns alle begreifen. Ich erwarte eine Reaktion am Freitag gegen den FC St. Pauli.“

Thomas Tartemann

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Kommentare
13.02.2012
18:19
MSV Duisburg schockgefroren an der Ostsee
von meisizebra | #2

Na ja, Ivo ist der Fachmann, aber ich habe das Manko eher in der schlechten Abwehrleistung gesehen, wie übrigens auch schon gegen den FSV.

13.02.2012
12:35
MSV Duisburg schockgefroren an der Ostsee
von DonKlosimHals | #1

Hehe IVO das ist die richtige Einstellung,klopp mal richtig dazwischen und mach denen klar das der MSV eine solche ARBEITSEINSTELLUNG einiger seiner Profis nicht dulden wird.Schick denen Abmahnungen und Geldstrafen damit die Hirnis das auch kapieren. Und noch was lass den kleinen UWE SCHUBERT das doch alleine machen und schickt den OLLI zum Fromlo dann können sich gegenseitig erzählen wie blöd se doch sind.Denn wie schon mal geschrieben geht die Niederlage nicht nur zu Lasten der Mannschaft, einen Grossteil hat Olli mit seiner Rotation ( sind wir Bayern oder was ) schon bei der Bekanntgabe der Aufstellung dazu beigetragen.

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