MSV Duisburg macht mit der U 23 weiter

Doppelte Freude:  Georgis Mantatzidis (links) brachte den MSV in Führung. Zudem beschloss der Klub am Donnerstag, die U 23 nicht abzumelden.
Doppelte Freude: Georgis Mantatzidis (links) brachte den MSV in Führung. Zudem beschloss der Klub am Donnerstag, die U 23 nicht abzumelden.
Foto: Ute Gabriel
Was wir bereits wissen
Der MSV Duisburg gab die Entscheidung in der Pause des Oberliga-Spiels gegen den Wuppertaler SV (1:1) bekannt.

Duisburg.. MSV Duisburg II –
Wuppertaler SV 1:1 (1:0)

MSV II: Lenz – Kleinpaß, M’Bengue, Goralski, Heidemann – Mantatzidis (90. Pedro), Yerek, Pagojus, Michajlov (61. Akkus), Aycicek (86. Bentalab) – Öztürk.
Tore: 1:0 Mantatzidis (20.), 1:1 Thamm (59.).

Das Ergebnis – es gab ein 1:1 (1:0) – war am Donnerstag-Abend spätestens in der Halbzeitpause des Fußball-Oberliga-Spiels des MSV Duisburg II und dem Wuppertaler SV nur noch nebensächlich. MSV-Geschäftsführer Bernd Maas griff in der Arena zum Mikrofon und löste bei den Duisburger Anhängern Jubel aus. Maas: „Wir werden unsere U 23 nicht vom Spielbetrieb zurückziehen.“

Den ganzen Tag über befassten sich die MSV-Gremien mit der Thematik. Die Entscheidung fiel kurz vor Spielbeginn. MSV-Boss Ingo Wald informierte die Mannschaft und Trainer Manfred Wölpper noch vor dem Anpfiff in der Kabine.

„Abgespeckter Rahmen“

„Die U 23 ist als Unterbau zu wichtig. Wir können eine Abmeldung nicht annähernd so auffangen wie beispielsweise ein Klub wie Bayer Leverkusen“, erklärte Ingo Wald. Der Vorsitzende räumte allerdings ein, dass der MSV in der nächsten Saison mit der U 23 in einem „leicht abgespeckten Rahmen“ arbeiten werde.

Auch für Jugendcheftrainer Uwe Schubert war eine Abmeldung der Mannschaft keine Option. „Unser Ausbildungskonzept hört nicht mit der U 19 auf. Die U 23 ist ein wichtiger Bestandteil.“ Schubert verwies darauf, dass in den letzten Jahren immer wieder Spieler aus der „Zweiten“ den Sprung in den Profi-Fußball geschafft haben – auch wenn Akteure wie Mirko Boland, Adam Bodzek oder Dustin Bomheuer mittlerweile bei anderen Klubs am Ball seien.

Manfred Wölpper atmete tief durch: „Ich bin seit gefühlten 50 Jahren im Fußball-Geschäft tätig. Zum ersten Mal ist mir das Ergebnis egal.“ Auch Cheftrainer Gino Lettieri begrüßte die Entscheidung: „Die U 23 ist ein wichtiges Auffangbecken für Spieler, die in der ersten Mannschaft nicht genügend Spielpraxis erhalten.“

Vor 777 Zuschauern gingen die Zebras in Führung, als die Nachricht zumindest für die Öffentlichkeit noch nicht auf dem Markt war. Georgios Mantatzidis traf in der 20. Minute nach einem schönen Steilpass von Tarkan Yerek zum 1:0. MSV-Kapitän Maik Goralski rettete in der 43. Minute nach einem Wuppertaler Freistoß per Kopf auf der Linie und verpasste wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff ebenfalls mit dem Kopf die 2:0-Führung.

Kurioses Gegentor

In der zweiten Halbzeit übernahm Wuppertal das Zepter und spielte sich die besseren Chancen heraus. In der 59. Minute erzielte Alexander Thamm den Ausgleich – und das auf kuriose Weise. Er köpfte den Ball an die Latte. Von dort aus sprang die Kugel an den Rücken von Torwart Marcel Lenz. Angesichts der Neuigkeiten hielt sich der Frust darüber ausnahmsweise in Grenzen.