MSV Duisburg hofft auf Jahres-Abschluss mit Ausrufezeichen

Maurice Exslager (l.) muss im letzten Spiel des Jahres 2012 passen.
Maurice Exslager (l.) muss im letzten Spiel des Jahres 2012 passen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der MSV Duisburg hatte zuletzt einen Aufwärtstrend zu verzeichnen und der soll am Sonntag gegen Schlusslicht Jahn Regensburg tunlichst weitergehen. Personell entspannt sich die Lage bei den Meiderichern, die übrigen Probleme versuchen Mannschaft und Trainer auszublenden.

Duisburg.. Der MSV Duisburg hat bisher einen seiner insgesamt acht Zweitliga-Heimauftritte gewonnen. Gegen Erzgebirge Aue gab es einen hart umkämpften 2:1-Sieg. Am Sonntag soll gegen Schlusslicht Jahn Regensburg (13.30 Uhr, Schauinslandreisen-Arena, live im Ticker) der zweite Heimdreier der laufenden Saison folgen.

„Wir wollen den positiven Trend, der sich hier in den vergangenen Wochen abgezeichnet hat, fortsetzen“, sagt Coach Kosta Runjaic, „wenn wir das letzte Spiel im Jahr 2012 ebenfalls gewinnen sollten, dann wäre das eine ganz große Leistung unserer Mannschaft.“

Die Zebras schoben sich durch die wichtigen Siege in Paderborn (2:0) und Aalen (1:0) weg von den direkten Abstiegsrängen, sind aber noch lange nicht über den Berg. „Die Saison bleibt auch im neuen Jahr hart und schwierig. Ein Erfolgserlebnis wäre ein Signal und würde Schwung für 2013 verleihen“, sagt Runjaic.

„Zu 85 Prozent steht das Team“

Obwohl sich die Personalsituation bei den Meiderichern durch die Rückkehr der zuletzt angeschlagenen Andre Hoffmann sowie Adli Lachheb wieder verbessert hat, wird Coach Kosta die Startelf nicht komplett umkrempeln. Denkbar ist, dass Lachheb aufgrund seiner Kopfballstärke für den jungen Dustin Bomheuer in die Innenverteidigung rückt. Mit Hoffmann stünde eine Alternative bereit, falls die Kräfte bei Julian Koch im defensiven Mittelfeld nachlassen sollten.MSV Duisburg

„Andre und Adli trainieren zu 100 Prozent mit, sind absolut schmerzfrei. Vielleicht gibt es hier oder da eine Neuerung, aber zu 80, 85 Prozent steht die Mannschaft“, hat sich Runjaic zum Großteil festgelegt. Nicht zur Verfügung steht beim letzten Punktspiel vor dem Jahreswechsel Publikumsliebling Maurice Exslager. Runjaic: „Er hat im Training noch ein leichtes Ziehen gespürt. Wir wollen bei Exe kein Risiko eingehen.“ Die Hoffnungen ruhen erneut auf „Rani“ Jovanovic, dessen Formkurve zuletzt klar anstieg.

Grlic glaubt an die Mannschaft

Manager Ivo Grlic, der im Wochenverlauf zusammen mit Kosta Runjaic den Blick auf das Wesentliche geschärft und dafür plädiert hat, in den verschiedenen Gremien an einem Strang zu ziehen („Es geht nur um den MSV“), will zum Thema Finanzsituation jetzt nicht nachlegen. „Ich bin nur auf das Regensburg-Spiel fokussiert“, so der 37-Jährige, „mich ärgert das 0:2 aus dem Hinspiel immer noch. Vor allem, weil wir da so untergegangen sind.“

Grlic erhofft sich gemeinsam mit dem Trainer, „dass wir zuhause ein Ausrufezeichen setzen.“ Ivica Grlic ist vom Team überzeugt. „Die Tatsache, dass die Jungs als Tabellenletzter bei einer starken Mannschaft wie dem SC Paderborn oder zuletzt beim guten Aufsteiger VfR Aalen jeweils Zu-Null-Siege eingefahren haben, ist ein deutlicher Charakterbeweis. Wenn uns jetzt auch noch ein Dreier gegen den SSV Jahn Regensburg gelingt, hätten wir 21 Zähler und könnten zufrieden Weihnachten sowie Silvester feiern.“

„Weiter nach vorne“

Grlic misst dem Duell mit dem Aufsteiger eine große Bedeutung bei. „Das ist eines der wichtigsten Spiele, die es in dieser Serie gibt, für uns. Ziel ist es, im sportlichen Bereich den Teil beizutragen, dass es mit dem MSV Duisburg insgesamt weiter nach vorne geht.“