Trotz Abstiegs: Inka Grings bleibt beim MSV Duisburg

Inka Grings bleibt MSV-Trainerin.
Inka Grings bleibt MSV-Trainerin.
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Was wir bereits wissen
Zweitligist MSV Duisburg hat den Vertrag mit Trainerin Inka Grings nach dem Abstieg verlängert. Geschäftsführer Maas: „Kompetent und professionell.“

Duisburg.. Die erste Personalentscheidung nach dem Abstieg aus der Frauenfußball-Bundesliga ist beim MSV Duisburg nun gefallen – und sie darf als überraschend bezeichnet werden: Der Verein hat sich entschieden, mit Trainerin Inka Grings weiterzuarbeiten. Der Vertrag der früheren Torjägerin hatte wie die Arbeitspapiere sämtlicher Spielerinnen nur Gültigkeit für die 1. Bundesliga besessen; nun darf sie in der Zweitklassigkeit den Neuanfang verantworten.

MSV will schnellstmöglich einen zweitligatauglichen Kader zusammenstellen

„Ich freue mich sehr, dass der MSV mir auch nach dem Abstieg erneut das Vertrauen ausspricht. Für mich ist das ein Beweis dafür, dass die Arbeit der letzten Wochen und Monate Anerkennung findet“, so Grings, deren Marschroute nicht unumstritten war. Sie hatte ihren Kader auf ein notwendiges Mindestmaß zusammengeschrumpft und damit nach einer katas­trophal verlaufenen Hinrunde zumindest in der Endphase der Saison ein kompakteres Auftreten bewirkt. Um die notwendigen Punkte zu holen, reichte das aber nicht: Das bessere Ende im Abstiegskampf hatte der SC Sand mit ihrem Vorgänger Sven Kahlert für sich.

Nach dem Abstieg Für die Entscheidungsträger ist das aber schon Schnee von gestern. „Wir wollen hier ein klares Zeichen setzen, dass wir den Weg, den die erste Mannschaft und die ganze Abteilung in den letzten Wochen und Monaten eingeschlagen haben, sehr positiv sehen und ausdrücklich unterstützen. Der Frauenfußball in Duisburg hat eine große Tradition und wir wollen dabei helfen, dass er auch eine positive Zukunft hat“, ließen Vorstandschef Ingo Wald und das zuständige Vorstandsmitglied Udo Kirmse verlauten. Geschäftsführer Bernd Maas fügt hinzu: „Die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Inka Grings bedeutet, dass unsere Frauen auch in der neuen Saison kompetent und professionell geführt werden.“

Nun geht es darum, schnellstmöglich einen zweitligatauglichen Kader zusammenzustellen. „Es wird ein steiniger Weg werden, aber ich habe viel Spaß daran, diesen Weg an sportlich verantwortlicher Stelle mitzugehen“, so Inka Grings. Die Spaßfrage wird sich auch bei einigen Spielerinnen stellen.