Mit neuem Trainer zu alten Zielen

Matthias Roos ist nicht mehr Trainer der Füchse.
Matthias Roos ist nicht mehr Trainer der Füchse.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
Die Füchse haben Trainer und Sportdirektor Matthias Roos freigestellt. Derweil brodelt die Gerüchteküche. Weder Bestätigung noch Dementi für den Namen Lance Nethery.

Duisburg.. Der Schock saß tief. Die 2:5-Niederlage in Halle zum Auftakt der Endrunde in der Eishockey-Oberliga Mitte sorgte für Betriebsamkeit. Die erste Reaktion: Der Eishockey-Oberligist EV Duisburg hat Trainer und Sportdirektor Matthias Roos freigestellt. Derweil brodelt die Gerüchteküche, aus der der Name Lance Nethery zu hören ist, der zu Saisonbeginn noch Sportlicher Leiter der Kölner Haie war. Dafür gab es von Sebastian Uckermann, dem Chef der Kenston Sport GmbH und damit auch der Füchse, weder eine Bestätigung noch ein Dementi.

„Wir haben ein Ziel und das ist der Aufstieg in die 2. Liga“, sagte Uckermann. „Daran wollen wir mit allen Mitteln arbeiten. Wenn wir es nicht schaffen, dann versuchen wir es eben nächstes Jahr wieder, aber wir wollen alles dafür tun. Über den Weg zu diesem Ziel waren wir unterschiedlicher Auffassung“, sagte Uckermann am Montagabend, der von einem sachlichen Gespräch berichtete. Das sah auch Matthias Roos so, der lediglich erklärte: „Ich möchte mich dazu nicht äußern.“

Sollte derweil das Gerücht Lance Nethery zur Wirklichkeit werden, bliebe noch die Frage zu klären: Welche Position könnte Nethery beim EVD übernehmen? In den vergangenen Jahren war der Kanadier, der in der Saison 1982/83 für den damaligen Duisburger SC in der 2. Bundesliga gespielt hat, hauptsächlich als Manager tätig: in Düsseldorf, Frankfurt und Köln, allerdings übernahm er auch immer mal wieder die Trainerfunktion. 2012 war er zudem als Assistenztrainer für den schweizerischen Verband tätig. Vor seiner Managertätigkeit war Nethery zudem Trainer der Adler Mannheim.

Ziel heißt weiterhin Aufstieg

Nachdem der langjährige EVD-Cheftrainer Franz Fritzmeier kurz nach Saisonbeginn das Angebot bekam, als Co-Trainer von Niklas Sundblad nach Köln in die Deutsche Eishockey-Liga zu wechseln, war Matthias Roos als Sportlicher Leiter der Füchse zunächst auf Trainersuche. Interimsmäßig übernahm er den Job an der Bande, betonte aber stets, dass es nicht sein Ziel sein, Trainer zu sein. Dennoch entschieden sich die Füchse, mit Roos als Coach weiterzumachen. „Wir arbeiten an der Justierung, damit wir unser Saisonziel erreichen“, so der Kenston-Chef. „Wir hatten einen kleinen Fehlstart, das ist auch nicht weiter schlimm. Wir arbeiten nun daran, dass das ein Ausrutscher bleibt.“ Wenn diese Arbeit auch beinhalten soll, zumindest noch die offene zweite Ausländerposition im Kader zu besetzen, drängt die Zeit, denn die Wechselfrist endet in Kürze.

Die nächsten Aufgaben warten derweil auf die Füchse: Am kommenden Wochenende steht zwar nur ein Heimspiel an, doch das hat es in sich: Am Freitag (19.30 Uhr, Scania-Arena) kommt mit den Icefighters Leipzig der Ost-Meister zum Duell der Vorrundensieger. Bislang waren nur vier der acht Teilnehmer zweimal im Einsatz – drei von ihnen, Leipzig, Halle und Neuwied, haben dabei ein Sechs-Punkte-Wochenende hingelegt. Alle anderen Mannschaften haben bislang noch keine Zähler auf dem Konto.