Mit großem Willen auf Rang zwei

Julien Marten (hier im Spiel gegen Augsburg) spielte trotz Handverletzung in Lüdenscheid weiter.
Julien Marten (hier im Spiel gegen Augsburg) spielte trotz Handverletzung in Lüdenscheid weiter.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Duisburg Ducks drehen erneut einen Rückstand und gewinnen mit 10:8 bei den Highlandern Lüdenscheid – und rücken in der Tabelle weiter nach vorne.

Duisburg..  Wer in der aktuellen Saison vermeintlich deutlich gegen die Duisburg Ducks führt, sollte nicht allzu sicher sein, am Ende das Feld auch als Sieger zu verlassen. Was an Willen und Selbstvertrauen in der Mannschaft der Enten steckt, ist bemerkenswert. So lagen die Duisburger bei den Highlandern Lüdenscheid Sekunden nach Beginn das Schlussdrittels mit 3:6 hinten, führten knapp 14 Minuten später mit 9:6 und gewannen schließlich mit 10:8 (2:1, 1:4, 7:3). Und weil dieser Wille so unerschütterlich zu sein scheint, stehen die Ducks mit ihrer jungen Mannschaft inzwischen auf Platz zwei der Skaterhockey-Bundesliga.

Dabei stand das Spiel unter keinem guten Stern. Aufgrund einer Vollsperrung auf der A40 traf der letzte Spieler erst 20 Minuten vor Spielbeginn in Iserlohn ein, wo die Lüdenscheider ihre Heimspiele austragen. „Eine optimale Vorbereitung ist das natürlich nicht“, sagte Trainer Sven Fydrich. Aufgrund der bekannten Ausfälle liefen die Ducks mit elf Feldspielern und zwei Torhütern auf. Doch nach einem spielerisch ordentlichen ersten Drittel samt 2:1-Führung mussten die Duisburger fortan auf Fabian Lenz verzichten. „Ich hoffe, dass er nächste Woche schon wieder fit ist“, so der Coach. Auch Julien Marten konnte später nach einem Stockschlag auf die Hand nur noch eingeschränkt agieren, biss aber auf die Zähne und spielte durch.

9:6-Führung nach 3:6-Rückstand

Im Mittelabschnitt verloren die Ducks den Faden, gingen mit einem 3:5-Rückstand in die Pause und kassierten sieben Sekunden nach Wiederbeginn das 3:6. Dann jedoch begann der Sturmlauf der Ducks, bei dem Pascal Behlau, der an sieben von zehn Toren beteiligt war, und Paul Fiedler innerhalb von sieben Sekunden in der 47. Minute zum 5:6 und 6:6 zulangten. André Petry und zweimal Behlau schossen einen 9:6-Vorsprung heraus, ehe Lüdenscheid noch einmal auf 8:9 verkürzte. Eine Sekunde vor Ende machte Paul Fiedler mit einem Empty-Net-Goal alles klar.

„Ich bin stolz auf die Leistung der Jungs“, so Fydrich, der darauf hofft, dass sich die personelle Lage entspannt. Am kommenden Wochenende ist zunächst am Samstag Bissendorf zu Gast in Duisburg; am Sonntag geht es nach Uedesheim. Aktuell sind die Ducks als Zweiter sogar punktgleich mit Tabellenführer Essen. Allerdings haben die Rockets ein Spiel weniger ausgetragen.

Highlander Lüdenscheid –
Duisburg Ducks 8:10

Drittel: 1:2, 4:1, 3:7
Tore: 0:1 (3:10) Behlau (Fiedler), 1:1 (14:26) Otters (Svejda), 1:2 (16:02) Schneider (Lenz/4-3), 2:2 (20:24) Svejda (Otters), 3:2 (23:14) Demuth (Heckmann), 4:2 (31:07) Svejda (Otters), 5:2 (35:23) Heckmann (Orendorz), 5:3 (38:07) Fiedler, 6:3 (40:07) Svejda (Bruch), 6:4 (41:46) Schneider (Behlau), 6:5 (46:39) Behlau (Petry), 6:6 (46:46) Fiedler (Clemens), 6:7 (50:09) Petry (Behlau), 6:8 (53:25) Behlau (Thum), 6:9 (53:51) Behlau (Schneider), 7:9 (56:20) Bruch (Svejda), 8:9 (57:19) Ortwein (Svejda), 8:10 (59:59) Fiedler (Behlau/ENG). Strafen: Lüdenscheid 2, Duisburg 2.