Mit einem pinken Herz für Kinder

Die zweite Skaterhockey-Mannschaft der Duisburg Ducks sammelt eine Saison lang für ein Kinderhospiz. Hinten von links: Daniel Huismann, Thomas Insel, André Hartjes, Sebastian Natusch, Julian Kraft, Torben Stadler. Vorne von links: Marc Gehrau, Christoph Renker, Christian Strutz, Sascha Morsbach, Alexandra Sell, Christoph Meier, Jan Kümmel, Christopher Buschkamp. Es fehlen: Mark Thiel, Yannik Potthast, Emin Nerses.
Die zweite Skaterhockey-Mannschaft der Duisburg Ducks sammelt eine Saison lang für ein Kinderhospiz. Hinten von links: Daniel Huismann, Thomas Insel, André Hartjes, Sebastian Natusch, Julian Kraft, Torben Stadler. Vorne von links: Marc Gehrau, Christoph Renker, Christian Strutz, Sascha Morsbach, Alexandra Sell, Christoph Meier, Jan Kümmel, Christopher Buschkamp. Es fehlen: Mark Thiel, Yannik Potthast, Emin Nerses.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die zweite Mannschaft der Duisburg Ducks sammelt eine Saison lang Spenden für das Kinderhospiz St. Raphael. Auch der erste Gegner, die Miners Oberhausen, hat die Aktion bereits unterstützt.

Duisburg..  Eishockey und Skaterhockey – das sind harte Sportarten. Wer hier in pinken – oder auch magentafarbenen – Trikots antritt, hat die Lacher auf seiner Seite, oder? Ganz und gar nicht. Denn schon seit vielen Jahren ist es Tradition, dass die harten Jungs in Pink auflaufen. Dann, wenn die Teams auf das Thema „Krebs“ aufmerksam machen wollen. „Hockey fights cancer“ heißen diese Aktionen oft. Zu Deutsch: „Hockey bekämpft Krebs“. Unter dem Motto „Ducks for Kids“ widmet sich die Reserve-Mannschaft des Skaterhockey-Bundesligisten Duisburg Ducks nun eine ganze Saison lang diesem Thema. Mit der ersten Landesliga-Partie am Sonntag bis zum Ende der Spielzeit sammeln die Ducks II für den Kinder- und Jugendhospizdienst am Malteser-Hospiz St. Raphael.

„Die Idee dazu hatte André Hartjes, einer unserer Spieler, schon für zwei Jahren“, berichtet Thomas Insel, selbst Spieler der Ducks-Reserve. „Damals hatte das noch nicht geklappt. Nun aber sind die Trikots fertig und wir gehen die Sache an.“ Im Vorfeld hatte das Team Kontakt mit den Verantwortlichen von St. Raphael aufgenommen. „Wir wollten natürlich erst einmal wissen, ob den Leute das recht ist“, so Insel. Die Reaktion war ausgesprochen positiv. Also ging es los.

Das Konzept ist denkbar einfach: Tore, Tore, Tore! Denn pro erzieltem Treffer zahlt jeder Sponsor der Ducks-Reserve einen festgelegten Beitrag. Der erspielte Erlös kommt vollständig dem Hospiz zu Gute. „Wir verlangen keinen Eintritt zu unseren Spielen, hoffen natürlich aber auch auf viele Spenden, um den Kindern und Familien ein wenig helfen zu können“, so Insel. Auch der erste Gegner am Sonntag zeigte sich begeistert von der Aktion. So spendeten die Miners Oberhausen II gleich einmal 100 Euro aus der Mannschaftskasse.

Bewusst regionaler Ansatz

Die „Hockey fights cancer“-Kampagnen von professionellen Mannschaften auf der ganzen Welt widmen sich verschiedene Arten von Krebs. Die Duisburger suchten jedoch ganz bewusst einen regionalen Ansatz, der direkt Duisburger Familien und Kindern hilft. Mit dem Malteser Hospiz St. Raphael fand man einen Partner, der die Aktion gerne unterstützt und den Vorstellungen genau entspricht.

Da das St. Raphael auf Spenden angewiesen ist, erhoffen sich beide Seiten, dass die Aktion nicht nur kurzfristig einen höheren Spendenerlös einbringt. Vielmehr soll eine langfristige Partnerschaft entstehen, die ein ernstes Tabu-Thema mit dem Spaß, der Freude und Energie des Skaterhockeys in Verbindung bringt und so einer breiteren Masse zugänglich macht.

Die Duisburg Ducks II haben bereits einige Sponsoren gefunden. „Natürlich sind wir weiterhin auf der Suche nach regionalen und überregionalen Sponsoren, die unser Projekt unterstützen wollen“, erklärte der Verein.

Das Malteser Hospiz St. Raphael in Huckingen ist eine Einrichtung, die Kinder und deren Familien während einer schweren Krankheit unterstützt. Diese Unterstützung reicht von der Begleitung bei Arztbesuchen, der Vermittlung von speziellen Angeboten für Urlaube und Ausflüge bis hin zur seelsorgerischen und psychologischen Behandlung.

Das erste Heimspiel gegen Oberhausen ging zwar 5:9 verloren, die ersten Tore sind damit aber erzielt. Weiter geht es am 19. April bei den Düsseldorf Flyers und am 26. April mit dem Heimspiel gegen die Rockets Essen III.