Mit Drei-Tore-Polster ins Rückspiel

Ranga Boddenberg war mit acht Treffern am Sieg des HC Wölfe Nordrhein beteiligt.
Ranga Boddenberg war mit acht Treffern am Sieg des HC Wölfe Nordrhein beteiligt.
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Was wir bereits wissen
C-Junioren des HC Wölfe Nordrhein bezwingen Gummersbach im ersten Halbfinale um die Westdeutsche Meisterschaft mit 25:22.

Sie gingen nicht mehr aufs Ganze. In den letzten 30 Sekunden der Partie gegen den VfL Gummersbach hatten die C-Jugend-Handballer des HC Wölfe Nordrhein zwar Ballbesitz, doch auf einen riskanten Angriffszug verzichtete der Niederrheinmeister lieber. Trainer Burghard Heesen hatte damit keine Probleme: So geht seine Mannschaft nach dem 25:22 (11:9)-Sieg mit einem Drei-Tore-Polster in das Halbfinal-Rückspiel um die Westdeutsche Meisterschaft am kommenden Samstag.

„Jungs haben sich zerrissen“

Klar, ein noch deutlicherer Vorsprung wäre auch nach dem Geschmack des Trainers gewesen. „Natürlich haben wir zwischenzeitlich sogar mit fünf Toren vorn gelegen. Aber unter dem Strich muss man Gummersbach auch erst einmal schlagen. Der VfL hat meines Wissens in dieser Saison noch kein Spiel verloren“, so Burghard Heesen.

Bei einem Turnier endete das Duell mit dem Traditionsverein mit einer Fünf-Tore-Niederlage für den Duisburger Nachwuchs. Ganz kurz schien es beim Stand von 6:8 nach 16 Minuten so, als könnten auch diesmal die von zahlreichen Anhängern lautstark unterstützten Oberbergischen das bessere Ende für sich behalten. Doch Heesen und sein Co-Trainer Thomas Friemel blieben gelassen, setzten auf die bewährten Stärken ihrer Mannschaft und wurden nicht enttäuscht: „Wir haben mit richtig viel Leidenschaft in der Abwehr gearbeitet. Die Jungs haben sich zerrissen.“

Auch in der Offensive lief es nach beiderseits zerfahrenem Beginn – in der siebten Minute stand es gerade einmal 1:1 – zunehmend besser. Allen voran war es Jonas Kolski, der immer wieder gut in Szene gesetzt wurde. Er war es auch, der in der kniffligsten Phase nach dem Seitenwechsel die Nerven behielt. Die Wölfe hatten bereits mit 15:10 vorn gelegen, ließen Gummersbach dann aber bis auf 17:18 herankommen. Mit zwei Treffern zum 20:17 brachte Kolski die Gastgeber aber wieder auf Kurs. Praktischerweise parierte der gut aufgelegte Keeper Niklas Jäckel dann auch noch einen Siebenmeter.

Die Chancen im Rückspiel? Burghard Heesen sieht sein Team auf Augenhöhe: „Im Prinzip ist so ein Drei-Tore-Sieg wie ein Unentschieden.“

Wölfe: Kolski (8), Friemel (4), Boddenberg (4/2), Rose (3), Molsner, Kaiser (je 2), Bernhardt, Bruns.