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Mit Bernau kam die entscheidende Wende

03.09.2012 | 01:00 Uhr
Mit Bernau kam die entscheidende Wende
Die Nummer 5 traf fünfmal: Sören Kreß hatte mit einer guten Leistung ebenfalls seinen Anteil am Sieg in Uerdingen.Foto: Strauch

Duisburg.   Rheinhauser setzen sich bei Bayer Uerdingen mit 27:26 durch. Neuzugang Hellmich fällt gleich schon wieder verletzt aus. Dafür half der Sportliche Leiter Mirko Bernau aus – mit Erfolg.

Bayer Uerdingen –
OSC Rheinhausen 26:27 (10:14)

OSC: Bliß, Reckzeh – Szymanowicz (11/3), Kreß (5), Bernau, Liekenbrock (je 3), Wernicke (2), Artmann, Heger, Roschek (je 1), Flemmig, Janus, Opper.

Die Dramatik der letzten Spielminuten riss sogar Jörg Förderer mit. Der sonst so ruhig und kontrolliert wirkende Trainer des OSC Rheinhausen stürmte nach Ablauf der 60 Minuten das Spielfeld in der Halle am Löschenhofweg und reihte sich in seine ausgelassen hopsenden Spieler ein. Es war ein Saisonauftakt, wie er für den Handball-Drittligisten nicht stimmungsvoller hätte ausfallen können: Im Derby bei Bayer Uerdingen feierte der OSC nach einem Spielverlauf voller Höhen und Tiefen einen 27:26 (14:10)-Erfolg.

Nicht geringen Anteil daran hatte ein Mann, der noch vor kurzem geflachst hatte, dass genau dies „doch keiner mehr sehen“ wolle. Mirko Bernau stand nach Spielende lächelnd auf dem Parkett, das der frühere Nationalspieler und jetzige Sportliche Leiter des OSC in dieser Form gar nicht wieder betreten wollte. Doch widrige Umstände machten dies unumgänglich: Am Freitag hatte sich der gerade erst nachverpflichtete Ex-Hamborner Nicolai Hellmich im Training am Knie verletzt – Verdacht auf Kreuzbandriss. Die Lücke im Kader füllte Bernau, der nach 47 Minuten ins Spiel kam. Da stand es gerade 22:19 für Bayer: Die Gastgeber schienen nach 10:14- und 15:18-Rückstand das Geschehen zu ihren Gunsten gedreht zu haben.

Reckzeh als später Rückhalt

Und wie es halt immer so ist: Die Uhr hatte noch keine weitere volle Umdrehung geschafft, als dem 37-Jährigen zwei Tore zum 21:22-Anschluss gelungen waren. Etwas später hielt er sein Team mit dem 23:24 noch einmal im Spiel. „Er hat uns auch die nötige Ruhe gegeben“, war Coach Förderer froh über das Engagement des Routiniers. Wichtig wurde in dieser Phase auch der zweite Routinier im Kader: Kurz zuvor hatte Matthias Reckzeh im Tor den im ersten Durchgang sehr starken Sebastian Bliß abgelöst; nun zeigte der Hüne einige starke Paraden und war dem OSC wie so oft ein Rückhalt. Die entscheidenden Tore warf dann einmal mehr Mirko Szymanowicz: In den beiden letzten Minuten gelang ihm ein Doppelschlag zur nicht mehr aufzuholenden 27:25-Führung.

Dass es nach überzeugender erster Hälfte überhaupt noch einmal so eng wurde, schrieb Jörg Förderer in gewissem Maß den Schiedsrichterentscheidungen zu: „Wir haben ja über weite Strecken der zweiten Halbzeit in Unterzahl gespielt, da wurde manchmal nicht günstig für uns gepfiffen.“ Der Trainer räumte aber auch ein, dass nach dem Wechsel teilweise zu überhastet abgeschlossen wurde. Nach der Schlusssirene war das in der gemeinsamen Jubeltraube aber kein Thema mehr.

Thomas Kristaniak



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