Milla sah in Homberg Rot

Vor 25 Jahren war Roger Milla einer der Stars bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Italien. 15 Jahre vorher gastierte der Stürmer aus Kamerun in Duisburg – beim Vorrundenspiel der in Deutschland ausgetragenen Militär-Weltmeisterschaft. Vor 7000 Zuschauern im Homberger Schillerstadion verlor er mit der Auswahl seines Heimatlandes gegen die Elf des Gastgebers mit 1:2 (0:2).

Das Ende der Partie bekam Milla freilich gar nicht mehr mit: Kurz vor der Pause sah er wegen Meckerns die Rote Karte. Zu diesem Zeitpunkt stand es schon 2:0 – und das durch zwei Treffer von MSV-Angreifer Ronald Worm in der 13. und 28. Minute. Er überwand Kameruns Keeper Thomas N’Kono, der 15 Jahre später ebenfalls zu den WM-Helden seines Landes zählen sollte. Zwei Minuten vor dem Ende verkürzte Ayissi für die Gäste. Letztlich rettete Deutschland den zweiten Sieg nach dem 2:0 über Syrien in Essen ins Ziel und hielt damit Kurs auf das Finale. Zum Team gehörte mit Lothar Schneider ein weiteres Zebra.