Medaillenstars an der Wedau

Jubel an der Wedau: Bei der WM 2013 konnte das deutsche Team viele Siege bejubeln.
Jubel an der Wedau: Bei der WM 2013 konnte das deutsche Team viele Siege bejubeln.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Am Donnerstag beginnt auf der Regattabahn der Weltcup. Athleten aus 53 Nationen bereiten sich auf die anstehende WM vor. Der Eintritt ist frei.

Duisburg..  Wer Spitzensport sehen will, frühere und kommende Olympioniken, gar Medaillengewinnern – der muss viel Geld ausgeben oder den Fernseher einschalten. Oft ist das so. Wer aber von Donnerstag bis Sonntag in den Sportpark fährt und der Regattabahn einen Besuch abstattet, der kann bei freiem Eintritt die Topathleten der Kanurennsportszene sehen. Beim ICF Canoe Sprint World Cup kämpften rund 650 Kanuten aus 53 Nationen um den Sieg. 220 Rennen mit 38 Entscheidungen stehen dabei insgesamt an.

Bei Olympischen Spielen häufen die deutschen Kanuten Edelmetall in einer Menge an, dass die Mitarbeiter des berühmtem Fort Knox in Kentucky neidisch werden könnten. Daher sagt Bundestrainer Reiner Kießler auch bei den Wettkämpfen in Duisburg: „Wir würden uns freuen, bei jeder Entscheidung, an der wir teilnehmen, aufs Podest zu kommen.“

Gleichwohl: Einfach wird es nicht. „Es wird nicht so laufen, dass wir mal eben die Bahn runterfahren und auf dem Podest aussteigen.“ Die große Zahl der teilnehmenden Nationen am Weltcup in Duisburg zeigt, wie groß die Bedeutung ist und wie sehr die Bedingungen an der Wedau geschätzt werden. „Man könnte sagen, dass die Athleten mit den Füßen darüber abstimmen, was sie davon halten, dass die Kanu-WM 2019 nicht an Duisburg vergeben worden ist“, sagt Otto Schulte, Präsident des Kanu-Regatta-Vereins Duisburg.

Auch sportlich geht es für die deutschen Kanuten um viel. Denn in diesem Jahr findet die Kanu-WM in Mailand statt und Reiner Kießler wird ein genaues Auge darauf haben, wer sich anbietet. So treten die Boote, die auch bei der EM in Racice angetreten sind, gegen neu formierten Besatzungen an. Und in den Vierer-Disziplinen geht es schon in Mailand um das Olympia-Ticket. Für die Einer und Zweier wird es im kommenden Jahr noch eine kontinentale Nach-Qualifikation geben – die erneut in Duisburg stattfinden wird. Dabei wird diese Olympia-Qualifikation mit einem regulären Weltcup und der Kanu-WM für die Para-Kanuten, sprich für Athleten mit körperlichen Behinderungen, ablaufen. Normalerweise sind die Weltmeisterschaften für Athleten mit und ohne Beeinträchtigungen gekoppelt, doch in olympischen Jahren bestreiten nur die Para-Athleten noch eine zusätzliche WM.

Auch in dieser Woche in Duisburg sind Para-Kanuten aus 15 Nationen dabei. „Wir müssen am Mittwoch eine Nachtschicht einlegen, weil die Athleten nach neuen Richtlinien klassifiziert werden müssen. Das ist eben mit Mehraufwand verbunden“, sagt Schulte.

Der Weltcup beginnt am Donnerstag um 9 Uhr. Teil drei der Welt-Cup-Serie folgt nach Pfingsten in Kopenhagen. Die Weltcup-Sieger werden bei der WM gekürt, da die WM als vierte Weltcup-Regatta gilt.

Der Zeitplan: Donnerstag: 9 bis 16.20 Uhr, Entscheidungen bei den Parakanuten ab 14.30 Uhr; Freitag: 8.30 bis 18:20 Uhr, Vorläufe und Halbfinals; Samstag: 9 bis 18.50 Uhr, Entscheidungen von 10.45 bis 14 Uhr; Sonntag: 9.45 bis 17.50 Uhr, Entscheidungen ab 9.45 Uhr.