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MSV Duisburg

Maurice Exslager tanzte in der Kabine des MSV Duisburg

28.10.2012 | 20:33 Uhr
Die Zebras können wieder jubeln. In Sandhausen setzte es den zweiten Auswärtssieg.Foto: dapd

Sandhausen.   Nach dem 2:0-Sieg beim SV Sandhausen herschte beim MSV Duisburg große Begeisterung. Maurice Exslager tanzte auf dem Tisch - sehr zur Freuede von Trainer Kosta Runjaic, der an dieser Art der Feierei nicht ganz unschuldig war.

In der Kabine des Fußball-Zweitligisten des MSV Duisburg war es nach der Partie beim SV Sandhausen laut. Schlachtgesänge, die Spieler grölten. Wie Trainer Kosta Runjaic nach dem 2:0 (1:0)-Sieg beim SV Sandhausen verriet, stand Maurice Exslager auf der Massagebank und gab den Ton an. „Als ich nach Duisburg kam, habe ich die Spieler gefragt, wie sie ein Erfolgserlebnis feiern. Die Jungs haben mich fragend angeschaut.“ Coach Kosta beauftragte seine Jungs, ein Ritual zu entwickeln. Damit das Siegen auch richtig Spaß macht.

Schon nach dem 1:0-Erfolg in Cottbus tanzte „Exe“ auf dem Tisch. Nun sehnen sich Runjaic und Co. auch nach dem ersten Jubeltanz im eigenen Stadion. Zu Hause ist der MSV noch sieglos. „Wir wollten im eigenen Stadion eine Macht sein. Aber die Auswärtssiege nehmen wir gerne mit. Nur jetzt muss auch im eigenen Stadion etwas kommen“, sagte Youngster Andre Hoffmann.

Vielleicht war es die Atmosphäre des Hardtwald-Stadions, das den Zebras den Ernst der Lage deutlich machte. Die 3. Liga war allgegenwärtig. 3500 Zuschauer, hinter der Gegengerade grenzte der Wald, alt gediente Fans fühlten sich bei der Anreise an die Oberliga-Zeiten mit Fahrten nach Bad Honnef und Baesweiler erinnert. Und letztlich agierte der Gastgeber auf dem durch den Schneeregen aufgeweichten, tiefen Boden wie ein Drittligist. Der qualitative Unterschied zwischen SVS und MSV war frappierend.

Sören Brandy war Matchwinner

Kosta Runjaic drehte vor dem Match an mehreren Stellschrauben. Die Außenverteidiger Benjamin Kern und Dzemal Berberovic wechselten die Seiten, Daniel Brosinski erhielt eine Chance; und Antonio da Silva erhielt – endlich? – seine Chance im zentralen Mittelfeld. Der erhoffte Geniestreich des Brasilianers blieb indes aus. Coach Kosta muss nun darüber nachsinnen, ob der Ex-Dortmunder am Mittwoch in Karlsruhe eine weitere Chance erhält.

2. Fußball-Bundesliga
Brandy führt MSV Duisburg zum zweiten Auswärtssieg

Auswärts läuft’s beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg. Die Zebras siegten am Samstag beim Neuling SV Sandhausen mit 2:0 (1:0). Nach dem Erfolg in Cottbus war das bereits der zweite Auswärtssieg in Folge. Matchwinner war der zweifache Torschütze Sören Brandy.

Matchwinner war Sören Brandy. Mit seinem Doppelpack (33., 60.) schoss er den MSV zum zweiten Saisonsieg. Kurios: In der letzten Saison erzielte Brandy für den SC Paderborn vier Treffer – jeweils zweimal als zweifacher Torschütze. Ob es nun daran liegt, dass Brandy in Kürze Vater wird – Runjaic: „So etwas beflügelt“ – oder die Konsequenz aus harter Trainingsarbeit: Brandy kletterte in Sandhausen aus seinem persönlichen Tal. Gut in die Saison gestartet, lief es für ihn in den letzten Wochen nicht mehr rund. „Er war selbst nicht mit sich zufrieden. Gut, dass er jetzt getroffen hat“, so Runjaic. Sören Brandy freute sich mehr über den Sieg als über seinen persönlichen Erfolg: „Wir haben als Team zwei Schritte nach vorne gemacht. Da ist es egal, wer die Tore schießt.“

Duisburg ließ gute Chancen liegen

Andere schossen am Samstag keine Tore. Vor allem in den letzten 30 Minuten ließen die Duisburger gute Chancen liegen. „Ein 2:0 ist immer ein gefährliches Ergebnis“, wartete Runjaic vergeblich auf das erlösende 3:0. Vor allem Baljak und Bronsinski hätten dem Trainer die Last vorzeitig nehmen können. „Bei Kontern müssen wir einfach noch cleverer werden“, fordert Runjaic.

MSV siegt in Sandhausen

Ranisav Jovanovic verletzte sich vor der Partie im Abschlusstraining an der Wade. Eine Untersuchung soll am Montag Aufschluss darüber geben, wie lange der Stürmer ausfällt.

Dirk Retzlaff



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