Martinec macht’s beim EVD

Das Duisburger Eis kennt er: Tomas Martinec, damals für die Adler Mannheim aktiv, im Januar 2008 im Duell mit EVD-Spieler Ray DiLauro (links).
Das Duisburger Eis kennt er: Tomas Martinec, damals für die Adler Mannheim aktiv, im Januar 2008 im Duell mit EVD-Spieler Ray DiLauro (links).
Foto: waz
Was wir bereits wissen
Neuer Trainer des Duisburger Oberligisten war bislang im Nachwuchsbereich der Adler Mannheim tätig. Sein Vater war ein Weltklassespieler.

Duisburg..  Ein deutscher Trainer sollte es sein, jung und hungrig. Das sagte Lance Nethery, der Teamchef des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg, schon bei der Saisonabschlussfeier. „Und den haben wir nun auch gefunden“, freute sich der Kanadier. Denn die Füchse haben mit Tomas Martinec einen früheren deutschen Nationalspieler mit tschechischen Wurzeln verpflichtet.

„Tomas passt genau in unser Profil. Durch sein Auftreten hat er uns gleich begeistert. Er war unsere erste Wahl“, sagt Nethery über den neuen EVD-Trainer. „Als langjähriger DEL- und Nationalspieler beringt er viel Erfahrung mit. Als Trainer ist er noch nicht so erfahren, will aber lernen und ich möchte ihm gerne dabei helfen.“ Nach seiner Zeit im Kaufbeurer Nachwuchs bestritt Martinec für die Allgäuer seine ersten DEL-Spiele und lief in der Folge für Iserlohn, Nürnberg und Mannheim in der Deutschen Eishockey-Liga auf. Unterbrochen von seiner Zeit in Nürnberg bestritt Martinec sechs Spielzeiten im Trikot der Adler Mannheim, mit denen er 2007 Deutscher Meister wurde. Als deutscher Nationalspieler nahm er an vier Weltmeisterschaften, dem World Cup of Hockey 2004 und den Olympischen Spielen 2006 in Turin teil. Sein letztes Jahr als Spieler bestritt er für die Heilbronner Falken in der 2. Bundesliga.

„Er ist sehr ehrgeizig“

Danach wurde er Nachwuchstrainer. In Mannheim betreute er erst ein U-16-Kooperationsteam der Jungadler und des Nachbarn Mad Dogs Mannheim, ehe er in den vergangenen beiden Spielzeiten Coach der Jungadler in der Schüler-Bundesliga war. „Das ist ein sehr guter Einstieg ins Trainergeschäft. Er ist zudem sehr ehrgeizig. Ich habe natürlich auch mit den Leuten in Mannheim gesprochen, die seine Arbeit sehr gelobt haben.“

Bei den Füchsen will Tomas Martinec seine Erfahrung weitergeben: „Ich habe die Entwicklung im Duisburger Eishockey schon lange verfolgt. Die Füchse sind sowohl sportlich wie auch im Umfeld hochprofessionell aufgestellt und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Lance Nethery.“

Das Eishockey war dem neuen Füchse-Coach in die Wiege gelegt. Denn sein Vater Vladimir Martinec ist einer der erfolgreichsten Spieler der früheren Tschechoslowakei, mit der er dreimal Weltmeister war. Zudem gewann Martinec senior je einmal Silber und Bronze bei Olympischen Spielen. Viermal wurde er mit dem „Goldenen Schläger“ als bester Spieler der Tschechoslowakei geehrt – nur Jaromir Jagr und Dominik Hasek haben diesen Preis öfter gewonnen. Auch als Trainer war Martinec erfolgreich: Er gehörte zum Trainerstab Tschechiens und wurde dabei dreimal Weltmeister, einmal Olympiasieger und als Vereinstrainer in Pardubice tschechischer Meister.